Spielberichte

„Wenn wir den machen, kommt früher ein Schub durch die Mannschaft“ – Kreuzstetten kommt zu spät zurück

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
FC Kreuzstetten
USC Schletz

In der Bezirksklasse Weinviertel hat FC Kreuzstetten am Sonntag gegen USC Schletz mit 2:3 verloren. Nach einem 0:3 kämpften sich die Gastgeber mit Treffern von Tobias Altmann und Felix Andreas Groß noch einmal heran, die Aufholjagd kam aber zu spät. Sektionsleiter Erich Brim machte danach vor allem einen vergebenen Elfmeter, zu viele Eigenfehler und fehlende Entschlossenheit als Gründe aus.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Starker Beginn ohne Ertrag, Schletz schlägt eiskalt zu

„Es war eigentlich ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften, schnell und auch technisch ganz gut“, sagte Brim nach dem Schlusspfiff. Gerade deshalb saß die Niederlage bei ihm sichtbar tief, weil Kreuzstetten aus seiner Sicht keineswegs schlecht in die Partie gekommen war. In den ersten zehn bis fünfzehn Minuten seien die Gastgeber sogar die tonangebende Mannschaft gewesen. Nur auf der Anzeigetafel spiegelte sich das nicht wider. Stattdessen nutzte Schletz seine Möglichkeiten früh und konsequent. In der 18. Minute brachte Petr Haranza die Gäste mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte Haranza auch das 2:0 nach. Brim schilderte das erste Gegentor als Folge eines Abspielfehlers, nach dem Schletz schnell umschaltete. Das zweite Tor beschrieb er als Weitschuss, der über den etwas weit herausstehenden Tormann ging. So lag Kreuzstetten trotz ordentlicher Anfangsphase zur Pause bereits 0:2 zurück.

Der vergebene Elfmeter bleibt für Brim der Knackpunkt

Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe für Kreuzstetten noch schwerer. In der 54. Minute erhöhte Metin Bilgin für Schletz auf 3:0, und spätestens da schien die Partie in eine klare Richtung zu laufen. Brim wollte den Grund für die Niederlage aber nicht nur am dritten Gegentor festmachen. Für ihn lag der entscheidende Moment an anderer Stelle. „Der vergebene Elfmeter von Philipp Gröger war dann doch der Knackpunkt“, sagte der Sektionsleiter. „Wenn wir den machen, kommt früher ein Schub durch die Mannschaft, und wir hätten den Gegner noch mehr unter Druck setzen können.“ Genau dieses Nachsetzen fehlte Kreuzstetten aus seiner Sicht über weite Strecken. Brim sprach von zu wenig Entschlossenheit und erklärte das sehr klar: „Wir haben unsere Möglichkeiten nicht ausgenutzt und sind nicht energisch in die Zweikämpfe gegangen.“ Dazu kamen aus seiner Sicht jene Fehler, die Schletz im Unterschied zu den Gastgebern sofort zu nutzen wusste.

Die Moral stimmt, die Aufholjagd beginnt aber zu spät

Was Brim seiner Mannschaft trotz der Niederlage zugutehielt, war die Reaktion nach dem 0:3. Kreuzstetten ließ sich von diesem Zwischenstand nicht hängen und arbeitete sich noch einmal in die Partie zurück. „Wir haben uns nach dem 3:0 nicht aufgegeben“, sagte er, und genau das zeigte sich dann auch in der Schlussphase. Tobias Altmann verkürzte in der 76. Minute auf 1:3, fünf Minuten später machte Felix Andreas Groß mit dem 2:3 das Spiel noch einmal eng. Für den Ausgleich reichte es am Ende aber nicht mehr. Brim ordnete die Niederlage nüchtern ein und sprach auch dem Gegner seinen Anteil zu: „Im Großen und Ganzen hat Schletz dann doch verdient gewonnen.“ Vor allem die Effizienz der Gäste blieb ihm in Erinnerung. „Sie haben aus mehr oder weniger drei Chancen drei Tore gemacht.“ Für Kreuzstetten bleibt damit eine Partie, in der die Moral gepasst hat, in der sich die Mannschaft nach Ansicht ihres Sektionsleiters aber für ihre gute Phase zu spät belohnt hat.

Bezirksklasse Weinviertel: Kreuzstetten : Schletz - 2:3 (0:2)

  • 81
    Felix Andreas Groß 2:3
  • 76
    Tobias Altmann 1:3
  • 54
    Metin Bilgin 0:3
  • 20
    Petr Haranza 0:2
  • 18
    Petr Haranza 0:1