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„Die ersten 30 Minuten haben uns das Spiel gekostet“ – Gnadendorf kommt in Kreuzstetten zu spät ins Match

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FC Kreuzstetten
UFC Gnadendorf

In der Bezirksklasse Weinviertel hat FC Kreuzstetten am Samstag ein 6:2 gegen UFC Gnadendorf gefeiert. Aus Sicht von Gnadendorf-Trainer Marko Madner lag der Knackpunkt früh auf dem Platz: Seine Elf fand in der Anfangsphase keinen Zugriff, lag nach 25 Minuten bereits 0:3 zurück und lief diesem Rückstand danach hinterher. Felix Andreas Groß traf dabei doppelt, Tobias Altmann stellte auf 3:0. „Wir hatten in den ersten dreißig Minuten zu wenig Zugriff und haben in dieser Phase diese drei Tore bekommen“, sagte er. Besonders deutlich wurde er bei der Ursachenforschung: „Da haben wir einfach nicht den Zugriff gehabt. Wir waren immer einen Schritt zu langsam und haben die nötige Aggressivität nicht gehabt.“ Für die Gäste war das die entscheidende Hypothek, weil sie schon früh einem klaren Rückstand nachlaufen mussten.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Mit dem 3:1 kommt Gnadendorf besser hinein, Kreuzstetten bleibt aber effizient

Ganz ohne Reaktion blieb Gnadendorf allerdings nicht. In der 35. Minute verkürzte Martin Zitka auf 3:1 und brachte seine Mannschaft damit wieder etwas näher heran. Madner sah genau in diesem Treffer den Moment, in dem sich das Spiel aus seiner Sicht veränderte. „Mit dem 3:1 sind wir besser ins Spiel gekommen“, erklärte der Trainer. „Ab dem 3:1 waren wir über die restlichen sechzig Minuten eigentlich ziemlich ebenbürtig, zumindest war das Match recht ausgeglichen.“ Zur Pause stand es 3:1, und Gnadendorf durfte darauf hoffen, die Partie offener gestalten zu können. Nach dem Seitenwechsel blieb Kreuzstetten aber gefährlich und stellte in der 62. Minute durch Jonas Spitzer auf 4:1. Als Felix Andreas Groß in der 72. Minute seinen dritten Treffer des Tages erzielte und auf 5:1 erhöhte, war die Partie endgültig in Richtung Gastgeber gekippt. Zwar kam Gnadendorf durch Patrik Lichy in der 77. Minute noch einmal auf 5:2 heran, den Schlusspunkt setzte aber Paul Freudhofmaier mit dem 6:2 in der Nachspielzeit.

Madner sieht fehlende Aggressivität als Hauptproblem

In der Analyse blieb der Gnadendorf-Coach bei einer Linie: Nicht die gesamten 90 Minuten seien schwach gewesen, sondern vor allem die verschlafene Anfangsphase. „Dass wir verloren haben, ist sicher in den ersten dreißig Minuten gewesen“, sagte Madner. Auch bei den Gegentoren nannte er konkrete Punkte, ohne etwas schönzureden. Zum 0:2 meinte er: „Da ist ein Kopfball aus dem Mittelfeld über unsere Verteidigung drübergegangen. Da waren wir einen Schritt zu langsam.“

Nach vorne mehr Leben, hinten zu Beginn zu offen

Dass Gnadendorf trotz der klaren Niederlage nicht mit gar nichts nach Hause fuhr, lag für Madner an der Reaktion nach dem 0:3. Offensiv sah er im weiteren Verlauf durchaus Dinge, auf die sich aufbauen lässt. „Offensiv waren wir dann stärker. Nach vorne haben wir mehr Chancen herausgespielt, das war wirklich gut“, sagte der Trainer. Auch das Pressing seiner Mannschaft sprach er positiv an: „Vorne im Pressing haben wir ihnen Probleme gemacht.“ Auf der anderen Seite erkannte er neidlos an, warum Kreuzstetten dieses Spiel verdient gewann. „Offensiv waren sie in den ersten dreißig Minuten giftiger, schneller am Ball und einfach aggressiver“, so Madner. Genau diese Mischung gab früh den Ausschlag. Am Ende blieb deshalb eine Niederlage, die aus Sicht des Trainers nicht aus einem komplett schwachen Auftritt entstand, sondern aus einer Phase, in der seine Mannschaft zu spät im Spiel ankam. Oder, wie er es selbst knapp formulierte: „Über neunzig Minuten muss man fairerweise sagen, dass sie der verdiente Sieger waren.“

Bezirksklasse Weinviertel: Kreuzstetten : Gnadendorf - 6:2 (3:1)

  • 92
    Paul Freudhofmaier 6:2
  • 77
    Patrik Lichy 5:2
  • 72
    Felix Andreas Groß 5:1
  • 62
    Jonas Spitzer 4:1
  • 35
    Martin Zitka 3:1
  • 25
    Tobias Altmann 3:0
  • 19
    Felix Andreas Groß 2:0
  • 11
    Felix Andreas Groß 1:0