In der Bezirksklasse Weinviertel hat sich der USC Eibesthal dem SC Hohenruppersdorf mit 1:5 geschlagen geben müssen. Die Gäste stellten die Weichen schon vor der Pause mit einer 4:0-Führung klar auf Sieg und legten direkt nach Wiederbeginn nach. Trainer Umut Akkaya war vor allem mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden, sprach nach dem Spiel aber auch offen darüber, dass seine Mannschaft nach der Pause etwas an Struktur verlor.

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Dass Hohenruppersdorf die Partie am Ende so deutlich für sich entscheiden würde, war vor dem Anpfiff für den Trainer nicht selbstverständlich. Akkaya hatte ein unangenehmes Spiel erwartet und betonte, dass vor dem Anpfiff schwer einzuschätzen gewesen sei, was konkret auf seine Mannschaft zukommt. „Wir haben ein schwieriges Spiel erwartet. Es war für uns auch schwierig abzuschätzen, was konkret auf uns zukommt, weil der Gegner neu in der Liga ist und wir keine Erfahrungswerte aus der Vergangenheit zu diesem Gegner haben“, sagte er. Umso wichtiger war aus seiner Sicht der Start. Schon in der 7. Minute brachte Umut Akkaya seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Danach blieb Hohenruppersdorf am Drücker und baute den Vorsprung noch vor der Pause konsequent aus. Fatih Cetinkaya erhöhte in der 31. Minute auf 2:0, Markus Uhrmacher legte in der 40. Minute das 3:0 nach und nur eine Minute später stellte Roman Friedl auf 4:0. Genau diese Phase meinte der Trainer, als er sagte: „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir fast alle Chancen genutzt und getroffen und konnten uns ein gutes Polster aufbauen.“
Auch nach dem Seitenwechsel setzte Hohenruppersdorf zunächst dort an, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte. Gleich in der 46. Minute sorgte Johan Gustafsson für das 5:0 und damit für einen Auftakt in die zweite Halbzeit, wie ihn sich die Gäste gewünscht hatten. Akkaya sprach selbst davon, dass sein Team „sehr gut in die zweite Halbzeit gestartet“ sei. Ganz durchziehen konnte seine Mannschaft diese Linie danach aber nicht mehr. In der 52. Minute kam Eibesthal durch Johannes Stadlbacher zum 1:5, nachdem die Gastgeber laut Akkaya durch einen unglücklichen Elfmeter noch einmal neue Energie bekamen. „Dadurch hat der Gegner noch einmal Luft und Kraft bekommen und noch einmal alles probiert“, sagte der Trainer. Gerade dieser Punkt war ihm wichtig, weil das Spiel nach dem klaren Zwischenstand eben nicht einfach nur auslief. Hohenruppersdorf blieb zwar deutlich vorne, hatte nach seiner Einschätzung aber nicht mehr dieselbe Griffigkeit wie in den ersten 45 Minuten. „Wir haben in der zweiten Halbzeit ein bisschen die Struktur verloren, waren nicht mehr so griffig wie in der ersten Halbzeit“, ordnete Akkaya ein.
Ein Aspekt freute den Trainer trotz des kleinen Bruchs nach der Pause ganz besonders: Die fünf Treffer verteilten sich auf fünf verschiedene Spieler. Dass mit Umut Akkaya, Fatih Cetinkaya, Markus Uhrmacher, Roman Friedl und Johan Gustafsson gleich fünf Akteure erfolgreich waren, sieht er als klares Zeichen für die Qualität seiner Mannschaft. „Mich freut es sehr, dass wir bei fünf Toren fünf unterschiedliche Torschützen haben. Das heißt für mich, dass wir eine Mannschaft sind, die nicht so berechenbar ist für den Gegner“, sagte er. Gleichzeitig stellte er klar, dass er Eibesthal keineswegs unterschätzt hatte. Hohenruppersdorf habe einen unangenehmen Gegner erwartet, den man keineswegs auf die leichte Schulter genommen habe. Gerade deshalb ordnete Akkaya den Erfolg auch nicht als Selbstläufer ein. Dazu passte, dass er nach dem Schlusspfiff nicht nur die eigene Leistung hervorhob, sondern auch den Gastgebern Respekt zollte. Er sprach von einem „sehr fairen Match über neunzig Minuten“ und hob eine Szene besonders hervor, in der Eibesthal den Ball bewusst ins Aus spielte, um ihn nach einer missverständlichen Situation bei einem geplanten Wechsel zurückzugeben, welcher sonst zu einem gefährlichen Freistoß geführt hätte. „Riesenrespekt dafür, das sieht man nicht oft“, sagte Akkaya.
Unterm Strich überwog bei Hohenruppersdorf klar die Zufriedenheit, weil das wichtigste Ziel erreicht wurde. Akkaya machte kein Geheimnis daraus, dass es seiner Mannschaft in erster Linie um die nächsten drei Punkte gegangen war. „Wir wollten unbedingt gewinnen und sind sehr glücklich darüber, dass uns das gelungen ist“, sagte er. Gleichzeitig beließ er es nicht bei purem Jubel, sondern sprach auch das Verbesserungspotenzial deutlich an. Vor allem die zweite Halbzeit war für ihn ein Punkt, den seine Mannschaft mitnehmen soll. „Da können wir uns sicher bessern, dass wir die zweite Halbzeit noch einmal so ähnlich spielen wie die erste Halbzeit“, meinte der Trainer, schob aber sofort hinterher, dass das bei einem 5:1 „Jammern auf hohem Niveau“ sei. So bleibt nach dem klaren Auswärtssieg vor allem das Bild einer Mannschaft, die früh die Kontrolle übernommen, sich mit hoher Effizienz ein dickes Polster geschaffen und damit die Grundlage für die nächsten drei Punkte gelegt hat. Oder wie es Akkaya selbst knapp zusammenfasste: „Im Endeffekt zählen die drei Punkte. Das Ergebnis ist gut, und das ist alles, was wir wollten. Jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel“