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„Wir haben es zu locker genommen“ – Deutsch-Wagram macht den 4:0-Sieg erst spät ganz klar

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SC Kreuttal
ATSV Sparta Deutsch-Wagram

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat ATSV Sparta McDonalds Deutsch-Wagram seine Favoritenrolle bei SC Kreuttal mit einem 4:0-Auswärtssieg bestätigt, auch wenn Trainer Christopher Petermann mit dem Auftritt nicht in allen Phasen zufrieden war. Früh in Führung, vor der Pause nachgelegt und ganz spät endgültig entschieden: Unterm Strich stand ein klarer Erfolg, doch der Wagramer Coach sah auch deutlich, wo seine Mannschaft noch nachschärfen muss.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, aber kein ruhiger Nachmittag

Petermann hatte die Partie von Beginn an in der erwarteten Richtung laufen sehen. „Vom Papier her war man der Favorit“, sagte der Trainer, und genau so trat seine Mannschaft anfangs auch auf. Deutsch-Wagram begann dominant und ging schon in der 9. Minute in Führung, als Benjamin Sulimani nach einer Eckenkombination zum 0:1 traf. Der Coach sprach von einem zu diesem Zeitpunkt verdienten Vorsprung, weil seine Mannschaft das aktivere Team war und sich weitere Möglichkeiten erarbeitete. Kreuttal stemmte sich nach seinen Worten aber „mit ganzem Herzen und mit allem Einsatz“ dagegen und machte es dem Favoriten damit trotz der klaren Rollenverteilung nicht leicht. Kurz vor der Pause legte Sulimani dann noch einmal nach und stellte in der 43. Minute auf 0:2, womit Deutsch-Wagram die erste Hälfte ergebnistechnisch klar für sich entschied.

Bis zum 3:0 blieb die Partie offen

Ganz zufrieden war Petermann mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotz des Zwei-Tore-Vorsprungs aber nicht. Nach dem Seitenwechsel wollte Deutsch-Wagram „den Sack zumachen“, wie er es formulierte, doch genau das gelang lange nicht. Dadurch blieb das Spiel aus seiner Sicht offen, obwohl seine Mannschaft die zwingenderen Chancen hatte. Petermann sprach sogar von mehreren Stangenschüssen und weiteren Möglichkeiten auf das dritte Tor. Solange es nur 0:2 stand, blieb Kreuttal im Spiel und versuchte laut dem Wagramer Trainer immer wieder, Nadelstiche zu setzen. Die beste Möglichkeit der Gastgeber hatte Berkan Tan, doch Alexander Dürbeck hielt stark und bewahrte seine Mannschaft damit vor einer heiklen Phase. Erst in der 89. Minute fiel die endgültige Entscheidung, als Sascha Mark das 0:3 erzielte. „Entschieden war es mit dem 3:0 durch Sascha Mark“, sagte Petermann. In der Nachspielzeit legte Michael Chudik noch das 0:4 nach. Für den Trainer war genau dieser Treffer zum 0:3 der Wendepunkt: „Das 3:0 war sicher das Game-Changer-Tor.“

Viel Qualität, aber auch ein klarer Auftrag für die nächste Woche

Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, führte Petermann vor allem auf die individuelle Qualität und die Fitness seiner Mannschaft zurück. „In Summe war unsere Leistung heute nicht die beste“, stellte er dennoch klar und sprach damit einen Punkt an, der ihn trotz des klaren Resultats beschäftigt. Aus seiner Sicht passt sich Deutsch-Wagram noch zu oft dem Gegner an, anstatt die eigene Überlegenheit über neunzig Minuten sauber durchzuziehen. „Wir haben es zu locker genommen und zu wenig Tempo ins Spiel gebracht“, sagte er offen. Gleichzeitig sieht er darin auch einen Ansatzpunkt für die kommenden Wochen, denn gerade gegen Mannschaften, die wenig fürs Spiel machen, müsse sein Team dominant bleiben und das Tempo hochhalten. Kreuttal bescheinigte er, mit den vorhandenen Möglichkeiten „das Maximum“ herausgeholt zu haben. Für Deutsch-Wagram steht nach nun zwölf Punkten aus fünf Spielen als Tabellendritter das Topspiel gegen Mannsdorf-Großenzersdorf II an. Petermann blickt darauf mit viel Zuversicht: „Ich bin voll überzeugt, dass meine Mannschaft dann den Hebel wieder umschalten kann und wieder volles Tempo gehen kann.“ Genau dort wird sich zeigen, wie weit Deutsch-Wagram nach diesem klaren, aber nicht in allen Phasen überzeugenden 4:0 tatsächlich ist.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Kreuttal : ATSV Sparta Deutsch-Wagram - 0:4 (0:2)

  • 94
    Michael Chudik 0:4
  • 89
    Sascha Mark 0:3
  • 43
    Benjamin Sulimani 0:2
  • 9
    Benjamin Sulimani 0:1