Spielberichte

„Das 3:1 war der entscheidende Faktor“ – Ladendorf bringt in Eckartsau wieder Qualität auf den Platz

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SCG Eckartsau
SC Ladendorf

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat der SCG Eckartsau am Sonntag gegen den SC Ladendorf mit 1:3 verloren. Für Co-Trainer Mathias Schmerold lag der Knackpunkt klar im späten dritten Treffer. „Das Tor zum 3:1 war der entscheidende Faktor“, sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, nach dem Anschlusstreffer aber noch einmal arbeiten musste.

Torwart greift zur Trinkflasche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Standards bringen die Gäste früh auf Kurs

Aus Sicht von Schmerold war der Auftritt seiner Mannschaft von Beginn an ordentlich angelegt. „Wir haben gut in die Partie hineingefunden“, sagte der Co-Trainer und sprach von einer feldüberlegenen ersten halben Stunde. Diese Überlegenheit schlug sich auch im Ergebnis nieder, weil Ladendorf zweimal nach ruhenden Bällen zuschlug. In der 17. Minute brachte Osama El Zayat die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 29. Minute legte Stefan Gratt nach einem weiteren Eckball das 2:0 nach. Bis dorthin, so schilderte es Schmerold, habe seine Elf auch gut verteidigt. Ganz ruhig blieb die Partie aber nicht, denn danach bekam Eckartsau eine Serie an Standards zugesprochen und kam damit besser hinein. „Da waren wir ein bissel unsicher und hatten eine schlechtere Phase“, meinte Schmerold. Gerade über die Flügel und bei ruhenden Bällen habe der Gastgeber jene Qualitäten gezeigt, auf die man sich im Vorfeld eingestellt hatte.

Der Anschluss macht es wieder eng, dann trifft Gänsdorfer

Was Ladendorf aus Sicht des Co-Trainers weniger gefiel, war der Beginn nach der Pause. „Wir kommen leider wieder nicht gut aus der Halbzeit raus“, sagte Schmerold, und genau das zeigte sich rasch auch am Spielstand. Sebastian Pötzl verkürzte in der 49. Minute auf 1:2 und machte die Partie damit wieder offen. Schmerold betonte, dass sein Team nach diesem Gegentor gefordert war: „Wenn man schnell den Anschlusstreffer bekommt, ist das Spiel lang offen.“ Entscheidend war für ihn deshalb, dass Ladendorf die Begegnung danach wieder in die eigenen Hände bekam. Das 3:1 in der 82. Minute durch Dominic Gänsdorfer war für ihn der klare Wendepunkt. Die Szene schilderte er ausführlich: „Wir bekommen den Ball gut aus der Verteidigung hinaus. Krystof Petrasek sichert ihn im Mittelfeld, wir kommen über die Seite durch, Benjamin Emeder behält die Übersicht und legt noch einmal auf Dominic Gänsdorfer zurück.“ Der Torschütze musste dann nur noch einschieben, und genau dieses Tor nahm dem Spiel aus Ladendorfer Sicht die letzte große Spannung.

Drei Punkte waren wichtig – und das Teamgefühl ebenso

Der Sieg hatte für die Gäste nicht nur wegen des Ergebnisses Gewicht. Schmerold verwies auch auf die vergangenen Wochen, in denen die Resultate nicht so ausgefallen waren, wie man sich das in Ladendorf vorgestellt hatte. „Für uns war wichtig, dass wir punkten und wieder ein bissel Selbstvertrauen kriegen“, sagte er. Genau deshalb maß er den drei Punkten in Eckartsau besondere Bedeutung bei. Schmerold sprach offen an, dass in der Mannschaft zwar Qualität vorhanden sei, dieses Potenzial aber bisher noch nicht immer als geschlossene Einheit auf den Platz gebracht worden sei. Umso zufriedener war er diesmal mit dem Gesamtbild. „Wir wissen, dass wir Qualität in der Mannschaft haben. Wir haben es nur noch nicht ganz geschafft, ein Team zu sein“, sagte er und ergänzte: „Da war jetzt der erste Schritt getan.“ Dass Ladendorf bei den Standards effektiver war und über weite Strecken spielbestimmender auftrat, war für ihn letztlich der wichtigste Unterschied zwischen beiden Teams.

Viel Diskussion um einen Eckball, trotzdem ein verdienter Sieg

Ganz ohne Gesprächsstoff ging die Partie aus seiner Sicht dennoch nicht über die Bühne. Schmerold nannte vor allem jene Szene, die dem Eckball vor dem 2:0 vorausging. Für ihn war das „eine ganz schwierige Situation für den Schiedsrichter“, weil aus der Perspektive des Trainerteams kaum sauber zu erkennen gewesen sei, wer zuletzt am Ball war. Dass ausgerechnet dieser Eckball dann direkt zum Treffer von Stefan Gratt führte, wertete er auch als mentale Geschichte, die für den Gegner doppelt bitter gewesen sei. Verständnis für die Reklamationen aus Eckartsau zeigte er dabei ausdrücklich. Unterm Strich wollte Schmerold den Fokus aber klar auf die eigene Leistung legen. „Wichtig ist, dass wir endlich wieder die Qualität ein bissel auf den Platz bringen konnten“, sagte er. Mit sieben Punkten nach fünf Runden ist Ladendorf damit vorerst wieder sauber angeschrieben – und für den Co-Trainer zählt vor allem, dass „das Teamgefüge jetzt weiter wächst“.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Eckartsau : Ladendorf - 1:3 (0:2)

  • 82
    Dominic Gänsdorfer 1:3
  • 49
    Sebastian Pötzl 1:2
  • 29
    Stefan Gratt 0:2
  • 17
    Osama El Zayat 0:1