In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich SC Sparkasse Poysdorf am Freitagabend mit einem 1:1 von SC Leopoldsdorf/Mfd. getrennt. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte Sebastian Berger die Gastgeber in der 73. Minute in Führung, Mario Juric glich fünf Minuten später aus. Trainer Bernd Zinser sah danach vor allem eines: Poysdorf war nach der Pause besser, ließ aber den zweiten Treffer liegen.

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Für Zinser hatte die Partie zwei sehr unterschiedliche Gesichter. "Die ersten zwanzig Minuten hat Leopoldsdorf das Spiel im Griff gehabt", sagte der Poysdorf-Trainer und sprach damit eine Anfangsphase an, in der die Gäste immer wieder gefährlich nach vorne kamen und sich auch einige Standards erarbeiteten. Besonders eine frühe Möglichkeit blieb ihm dabei in Erinnerung, weil Poysdorfs Torwart stark parierte und seine Mannschaft damit in der Partie hielt. Erst danach kippte das Bild langsam. "Mitte der ersten Halbzeit haben wir das besser im Griff gehabt", sagte Zinser. Mit dem 0:0 zur Pause war für die Gastgeber noch alles offen, weil sie sich nach dem schwierigeren Beginn stabilisiert hatten und das Spiel im weiteren Verlauf besser kontrollieren konnten.
Nach dem Seitenwechsel sah Zinser dann seine Mannschaft im Vorteil. "In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, wir hätten die Partie eigentlich gewinnen müssen", sagte er. Den Führungstreffer beschrieb der Trainer sehr genau: Nach einem Schuss von Gabriel Kampner lenkte Leopoldsdorfs Schlussmann den Ball an die Latte, Sebastian Berger setzte nach und köpfte in der 73. Minute zum 1:0 ein. Für Poysdorf war das die Phase, in der mehr möglich gewesen wäre. Unmittelbar nach dem Tor bot sich die große Chance auf das 2:0, als ein Poysdorfer alleine vor dem Torwart auftauchte. Für Zinser war genau das die Schlüsselszene des Abends. "Wenn wir da das 2:0 machen, gewinnen wir diese Partie", sagte er klar. Auch später kam er noch einmal darauf zurück: "Da müssen wir uns einfach verbessern, dass wir nachlegen und die Partie frühzeitig entscheiden."
Statt der möglichen Vorentscheidung kam Leopoldsdorf wieder zurück. Nur fünf Minuten nach der Poysdorfer Führung traf Mario Juric zum 1:1, laut Zinser mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern. "Da waren wir einfach zu passiv", meinte der Trainer zu dieser Szene. Danach wollte Poysdorf das Spiel noch einmal auf seine Seite ziehen, doch in der Schlussphase musste die Mannschaft sogar noch aufpassen, den Punkt nicht ganz zu verlieren. Zinser erinnerte an einen Konter in der 93. Minute, bei dem sein Torwart erneut stark rettete. So blieb es beim Remis, mit dem der Poysdorfer Trainer am Ende leben konnte. "Unterm Strich ist der Punkt verdient gegen eine gute Mannschaft", sagte er. Positiv hob Zinser vor allem die Haltung seiner Elf hervor: "Die Einstellung und die Arbeit gegen den Ball waren eine gute Reaktion auf die vorige Woche." Genau darauf will Poysdorf nun aufbauen, auch wenn der Trainer zugleich klar ansprach, woran weiter gearbeitet werden muss: "Hinten sind wir recht gut gestanden, aber vorne müssen wir das zweite Tor machen."