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"Die Jungs haben ihr Herz am Platz gelassen" – Kreuttal belohnt sich gegen Wullersdorf mit 2:1

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SC Kreuttal
SK Wullersdorf

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SC Kreuttal am Freitag gegen SK Miet-Tech Wullersdorf mit 2:1 gewonnen und damit nicht nur drei Punkte, sondern auch neues Selbstvertrauen geholt. Trainer Mario Dolejschek sah nach einer starken Anfangsphase der Gäste eine klar ansteigende Leistung seiner Elf, die mit viel Einsatz, konsequentem Zweikampfverhalten und zwei sauber ausgespielten Treffern den Grundstein für einen verdienten Heimsieg legte.

Zwei Fußball im Zweikampf

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Nach schwierigen ersten Minuten findet Kreuttal den Zugriff

Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber alles andere als bequem. Dolejschek schilderte, dass Wullersdorf in der ersten Viertelstunde, vielleicht sogar in den ersten zwanzig Minuten, mehr vom Spiel hatte und Kreuttal in dieser Phase auch zwei Halbchancen überstehen musste. "Wullersdorf hat sehr stark begonnen", sagte der Trainer, stellte aber genauso klar, dass seine Mannschaft diese Situation gut wegverteidigte und danach immer besser in die Partie fand. Genau das war vor der Pause der Knackpunkt. Kreuttal wurde aggressiver in den Zweikämpfen, arbeitete mit viel Leidenschaft gegen den Ball und machte es dem Favoriten sichtbar schwerer. In der 32. Minute zahlte sich das aus: Nach einer Freistoßsituation und einem Lupfer in den Strafraum nahm Michael Kures den Ball stark mit und spitzelte ihn im Rutschen am Tormann vorbei zum 1:0 ins Netz. Dolejschek sprach von einer "sehr, sehr starken Aktion" und meinte auch, dass die Führung zu diesem Zeitpunkt bereits verdient gewesen sei. Bis zur Halbzeit blieb es beim 1:0, weil Kreuttal danach kaum noch etwas zuließ.

Kaya legt nach, Alaca verkürzt spät

Auch nach dem Seitenwechsel wollte Kreuttal nicht bloß verwalten. "Wir wollten unsere gute Leistung aus der ersten Halbzeit bestätigen", sagte Dolejschek, und genau so trat seine Mannschaft auch auf. Wullersdorf hatte laut dem Kreuttaler Trainer weiterhin große Mühe, zu klaren Abschlüssen zu kommen, während die Hausherren ihre Konter sauberer ausspielten. In der 53. Minute fiel das 2:0: Nach einer Umschaltsituation kam zunächst Michael Kures zum Abschluss, Berkan Tan legte den Abpraller quer und Ali Kaya musste nur noch ins leere Tor einschieben. Spätestens da hatte Dolejschek das Gefühl, dass der Abend in die richtige Richtung laufen könnte. "Nach dem 2:0 hab ich mir schon gedacht, heute schaut's sehr gut aus", sagte er und verwies dabei vor allem auf die hohe Laufleistung und die Intensität seiner Spieler. Ganz entschieden war das Spiel aber noch nicht, zumal Kreuttal die große Chance auf das 3:0 liegen ließ: Wieder kam Michael Kures über rechts durch, spielte Ali Kaya zentral frei, doch dessen Abschluss aus rund elf Metern ging vorbei. So blieb Wullersdorf bis zum Schluss im Spiel und kam in der 88. Minute noch einmal heran, als Christian Schiller einen Freistoß nach vorne abprallen ließ und Ali Diyar Alaca zum 2:1 einschob. Wirklich ins Wanken geriet Kreuttal danach aber nicht mehr, weil in den letzten Minuten laut Dolejschek "eigentlich auch gar nichts mehr" zugelassen wurde.

Viel Lob für die Defensive, aber der Trainer sieht weiter Arbeit

Der Kreuttaler Trainer machte nach dem Schlusspfiff vor allem eine Stärke seiner Mannschaft aus: "Definitiv diese Leidenschaft und dieses Zweikampfverhalten." Für ihn war entscheidend, dass seine Spieler "ihr Herz am Platz gelassen" und alles dafür getan haben, die drei Punkte in Kreuttal zu behalten. Das Lob verteilte Dolejschek dabei nicht nur an die Torschützen, auch wenn er Michael Kures wegen seines Treffers und seines starken Auftritts besonders hervorhob. Ein zentrales Thema war für ihn ebenso die Defensive, in der Phillip Wihro, eigentlich im zentralen Mittelfeld daheim, als Innenverteidiger aushelfen musste. Gemeinsam mit Adis Dzilic habe er die Abwehr "dirigiert" und kaum etwas zugelassen. Dolejschek sah darin auch einen Beleg dafür, dass seine Mannschaft mit Einsatz viel wettmachen kann, selbst gegen einen Gegner, dessen "Herzstück" für ihn die beiden Stürmer sind. Ganz zufrieden wollte er sich trotz des Sieges aber nicht zurücklehnen. Mit Blick auf die Systemumstellung betonte er, dass noch nicht alle Abläufe so funktionieren, wie er sich das vorstellt, und dass Kreuttal vor allem im Spiel mit dem Ball zulegen müsse, um Drucksituationen besser aufzulösen und selbst länger in Ballbesitz zu bleiben. Der Sieg sei deshalb vor allem eine "Top-Moralinjektion" für die nächsten schweren Aufgaben. Kreuttal weiß laut Dolejschek, dass man "in kaum einem Spiel Favorit" ist, will dieses Niveau aber mitnehmen, um auch kommende Gegner wie Großebersdorf wieder fordern zu können.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Kreuttal : Wullersdorf - 2:1 (1:0)

  • 88
    Ali Diyar Alaca 2:1
  • 53
    Ali Kaya 2:0
  • 32
    Michael Kures 1:0