In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat Mannsdorf-Großenzersdorf II gegen SC Ladendorf einen wilden 5:3-Heimsieg gefeiert. Nach einem frühen Rückstand drehte die Elf von Harald Feichtinger die Partie noch vor der Pause und zog nach dem Seitenwechsel bis auf 5:1 davon. Der Trainer sah den Knackpunkt im Umschwung vor der Halbzeit und sagte nach dem Spiel: "Wir wollten es einfach mehr."

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Der Beginn gehörte klar den Gästen. Feichtinger räumte offen ein, dass seine Mannschaft mit der Art des Gegners zunächst Probleme hatte. "Die ersten 20 Minuten wurden wir von der Stärke des Gegners überrascht", sagte der Trainer. Ladendorf sei robust gewesen, spielerisch gut und dazu sehr aggressiv in den Zweikämpfen. Dass die Gäste in der 14. Minute durch Stefan Pozarek mit 1:0 in Führung gingen, kam für ihn deshalb nicht unverdient, zumal der Treffer nach einer Standardsituation fiel. Entscheidend war aus Sicht des Heimtrainers aber, dass seine Mannschaft nicht wegbrach. "Wir haben uns dann von Minute zu Minute zurück ins Spiel gekämpft", so Feichtinger. In der 35. Minute stellte Christoph Sturm auf 1:1, ehe derselbe Spieler kurz vor der Pause in Minute 43 auch noch das 2:1 nachlegte.
Mit der Führung im Rücken und klaren Ansagen in der Kabine kam Mannsdorf nach der Pause mit ganz anderer Wucht zurück. Feichtinger formulierte es deutlich: "Nach der Pause gab es keinen Zweifel mehr, wer das Spiel gewinnen würde." Seine Mannschaft blieb am Drücker, hatte laut ihrem Trainer "Chancen um Chancen" und drängte Ladendorf tief in die eigene Hälfte. Reo Kamiyama erhöhte in der 60. Minute auf 3:1, nur vier Minuten später legte Melvin Gartner das 4:1 nach. Als Kamiyama in der 75. Minute seinen zweiten Treffer des Tages zum 5:1 erzielte, war die Partie praktisch entschieden. Ein Sonderlob bekam davor schon Doppeltorschütze Christoph Sturm. "Da ist er wirklich dorthin gegangen, wo es wehgetan hat", sagte Feichtinger über dessen zwei wichtige Treffer vor der Pause.
Ganz ohne Wackler verlief der Schluss allerdings nicht. Feichtinger berichtete, dass seine Mannschaft nach einem Dreifachwechsel etwas den Rhythmus verlor und sich mit dem Vorsprung zu sehr zufriedengab. "Danach haben wir plötzlich den Faden verloren", sagte er. So kam Ladendorf in der Schlussphase noch zu zwei Treffern durch Dominic Gänsdorfer in der 86. Minute und Benjamin Emeder in der Nachspielzeit. Am Ausgang änderte das für den Trainer aber nichts mehr. "Der Sieg war zu keiner Zeit mehr in Gefahr", betonte er. Gleichzeitig machte Feichtinger klar, dass ihn der Auftritt des Gegners vor allem in der ersten Hälfte beeindruckt hatte. Ladendorf sei "sehr agil, sehr beweglich, sehr aggressiv im Zweikampf" gewesen und habe einige "exzellente Fußballer" in seinen Reihen gehabt.
Am Ende sah Feichtinger den Unterschied vor allem im Glauben an die eigene Stärke. "Wir haben nicht aufgegeben. Im Gegenteil, wir haben uns hochgepusht", sagte der Trainer. Gerade nach dem 0:1 sei wichtig gewesen, dass seine Mannschaft weitergespielt habe und das Miteinander spürbar geblieben sei. "Wir haben immer daran geglaubt, dass wir ein oder mehrere Tore schießen können", erklärte er. Nach der jüngsten Niederlage war dieser Auftritt für ihn daher mehr als nur ein Heimsieg. "Es war wichtig, dass wir wieder unserem Spiel den Stempel aufdrücken", sagte Feichtinger. Fünf eigene Tore gegen einen starken Gegner seien "ein Zeichen für sich". Mannsdorf bleibt damit nach sieben Runden mit 18 Punkten ganz vorne dabei.