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„Man muss auch einmal so ein Spiel spielen und auch gewinnen“ – Leopoldsdorf schlägt Eckartsau 2:0

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SC Leopoldsdorf
SCG Eckartsau

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SC Leopoldsdorf/Mfd. am Freitagabend gegen SCG Eckartsau mit 2:0 gewonnen. Das Ergebnis klingt klarer, als es laut Co-Trainer Martin Krejci über weite Strecken war, denn die Gäste hatten mehr Ballbesitz und setzten Leopoldsdorf lange unter Druck. Gerade deshalb ordnete er den Heimsieg so ein: "Man muss auch einmal so ein Spiel spielen und auch gewinnen."

Weiß-Goldene Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, danach viel Arbeit gegen spielstarke Gäste

Leopoldsdorf erwischte nach der Schilderung von Krejci keinen Abend, an dem die Gastgeber das Spiel an sich ziehen konnten. "Eckartsau war spielbestimmend, hatte mehr Ballbesitz. Wir waren eigentlich nur am Verteidigen", sagte der Co-Trainer sehr offen. Trotzdem ging die Heimelf in der 16. Minute in Führung. Aus einem Vorstoß über die rechte Seite entstand eine Flanke, Stefan Löffelmann verwertete per Kopf zum 1:0. Viel änderte dieser Treffer am Bild der Partie aber zunächst nicht. Eckartsau blieb dran, machte weiter Druck und bekam in der ersten Hälfte auch einen Elfmeter zugesprochen. Leopoldsdorfs Tormann parierte jedoch, und genau in dieser Szene sah Krejci einen wichtigen Moment: "Der Elfer wurde hervorragend gehalten von unserem Tormann, der einen sensationellen Tag hatte. Das war ein bissl der Knackpunkt." Mit dem knappen 1:0 ging es dann in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Muster gleich, bis Haas zuschlug

Auch nach dem Wechsel wurde das Spiel aus Sicht der Gastgeber nicht plötzlich leichter. Krejci beschrieb die zweite Halbzeit als ähnlich wie die erste, nur mit etwas weniger Druck der Gäste. "Es war ein bisschen weniger Druck vom Gegner. Es war aber nicht so, dass wir besser oder zwingender waren", sagte er. Die Entscheidung fiel dann in der 71. Minute auf eine für Eckartsau besonders bittere Art. Nach einem Rückpass rutschte der gegnerische Tormann aus, Patrick Haas lief durch und traf zum 2:0. Krejci sprach den jungen Schlussmann der Gäste dabei ausdrücklich an und zeigte Verständnis: "Das tut mir sehr leid für den jungen Tormann vom Gegner. Das hat er sich nicht verdient, aber wir nehmen das gerne mit." Nach diesem zweiten Treffer merkte Leopoldsdorfs Co-Trainer, dass beim Gegner etwas nachließ. Eckartsau versuchte zwar weiter, noch einmal zurückzukommen, viel ging aber nicht mehr, und die Gastgeber brachten den Vorsprung ruhig über die Zeit.

Viel Lob für die Haltung, noch genug Arbeit mit dem Ball

Der Sieg gefiel Krejci vor allem deshalb, weil seine Mannschaft an einem eher unbequemen Abend die richtige Antwort gefunden hatte. "Dass wir den Kampf angenommen haben gegen einen sehr starken Gegner, das war heute sicher sehr gut von der Mannschaft", sagte er. Gerade weil Leopoldsdorf das eigene Spiel nicht wie gewohnt aufziehen konnte, war für ihn der Umgang mit dieser Partie entscheidend. Eckartsau beschrieb er als "einen der Stärkeren, die wir bis jetzt von der Qualität her gehabt haben", körperlich robust, kämpferisch stark und auch spielerisch gut. Umso höher stufte er die drei Punkte ein. Gleichzeitig machte Krejci klar, dass der Sieg nichts daran ändert, woran weiter gearbeitet werden muss. Im Passspiel, bei der Ballannahme, in den Wegen in die Tiefe und im Umschalten sieht er Woche für Woche dieselben Themen. "Wir wissen, was wir tun müssen. Teilweise funktioniert es auch ganz gut, aber halt nicht immer", sagte er.

Ein 2:0, das in Leopoldsdorf niemand schönredet

Gerade deshalb wirkte dieser Heimsieg am Ende nicht wie ein Abend zum Zurücklehnen, sondern eher wie ein Beleg dafür, dass Leopoldsdorf auch andere Spiele gewinnen kann. Krejci redete die Leistung nicht größer, als sie war, und brachte die Partie mit einem Satz ziemlich genau auf den Punkt: "Vielleicht nicht verdient, aber doch 2:0 gewonnen." Mit 18 Punkten aus acht Spielen bleibt Leopoldsdorf damit im Spitzenfeld der Liga und nimmt aus dieser achten Runde vor allem mit, dass auch ein Sieg in einem Spiel, in dem man lange verteidigen muss, etwas wert sein kann. Die Tore von Löffelmann und Haas brachten den Ertrag, der Rest war viel Arbeit, viel Disziplin und ein Tormann, der mit seinem gehaltenen Elfmeter den Abend offen für die Gastgeber hielt.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Leopoldsdorf : Eckartsau - 2:0 (1:0)

  • 71
    Patrick Haas 2:0
  • 16
    Stefan Löffelmann 1:0