In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SV Boombell Gablitz den SC Leopoldsdorf/Mfd. klar mit 5:0 geschlagen und dabei laut Trainer Robert Rainalter den eigenen Plan konsequent umgesetzt. Nach dem 2:0 vor der Pause kippte die Partie endgültig in Richtung der Gastgeber. Rainalter hob vor allem die Disziplin, das gute Mittelfeldpressing und die Effizienz vor dem Tor hervor.

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Lange musste Gablitz auf die erste Belohnung warten, dann schlug die Mannschaft kurz vor der Pause doppelt zu. In der 37. Minute brachte Rijad Husic die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nur sechs Minuten später legte Bernhard Fila das 2:0 nach. Genau in dieser Phase sah Robert Rainalter die Partie klar auf die eigene Seite kippen. „Meine Mannschaft hat die taktischen Vorgaben und unseren Spielplan zu hundert Prozent ausgeführt. Darum ist auch der 5:0-Sieg in dieser Höhe in Ordnung gegangen“, sagte der Trainer. Vor allem nach dem zweiten Treffer war für ihn viel entschieden. „Nach dem 2:0 wusste ich, dass wir uns das Spiel nicht mehr nehmen lassen, weil wir sehr konzentriert und sehr aggressiv an unserem Plan gearbeitet haben.“ Mit dem 2:0 zur Halbzeit hatte Gablitz also nicht nur das Ergebnis auf seiner Seite, sondern auch genau jenes Bild auf dem Platz, das sich der Trainer im Vorfeld vorgestellt hatte.
Was sich vor der Pause angekündigt hatte, wurde gleich nach Wiederbeginn noch deutlicher. Ali Mohammadi erhöhte in der 48. Minute auf 3:0 und nahm Leopoldsdorf damit endgültig die Möglichkeit, schnell wieder Druck aufzubauen. Später schraubten Harun Cetin in der 61. Minute und Paul Gamper in der 80. Minute das Ergebnis weiter in die Höhe. Rainalter machte keinen Hehl daraus, wie wichtig die Trefferfolge aus seiner Sicht war. „Für den Sieg waren natürlich die ersten zwei, drei Tore ausschlaggebend, weil man den Gegner damit psychologisch schwächt“, sagte er. Gerade darin lag an diesem Abend ein wesentlicher Unterschied. Gablitz nutzte seine Möglichkeiten konsequent und ließ aus einer stabilen Ausgangslage Schritt für Schritt einen klaren Heimsieg werden. Dass die Gastgeber nach dem 3:0 nicht nachließen, sondern weiter nachlegten, passte zum gesamten Auftritt.
Der Trainer führte den klaren Erfolg nicht nur auf die Tore zurück, sondern vor allem auf die Art und Weise, wie seine Mannschaft gearbeitet hatte. „Der Siegeswille war am größten und natürlich der Einsatz war Wahnsinn. Es war eine geschlossene, supergute Mannschaftsleistung“, sagte Rainalter. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Gablitz gegen den Ball sehr ordentlich stand und Leopoldsdorf kaum in einen Rhythmus kommen ließ. „Der Gegner ist immer so stark, wie wir das zulassen. Wir haben sehr gut an unserem Plan gearbeitet, ein Mittelfeldpressing gespielt und sehr gut gestanden. Darum war es sehr schwer für den Gegner, gegen uns etwas auszurichten.“ Diese Aussage erklärt den Abend ziemlich genau. Gablitz war nicht nur vorne effizient, sondern ließ die Gäste gar nicht erst richtig ins Spiel kommen.
Trotz des deutlichen 5:0 wollte Rainalter nach dem Schlusspfiff nicht den Eindruck erwecken, dass damit schon alles perfekt sei. „Man muss immer an Verbesserungen arbeiten. Die würde ich aber gerne mit meinen Spielern besprechen“, sagte er. Auch das passt zu diesem Abend: viel Zufriedenheit über das Ergebnis und über die Umsetzung des Matchplans, aber kein öffentliches Ausbreiten von Einzelpunkten. Für Gablitz bleibt damit vor allem ein Auftritt, der in sich stimmig war. Die Führung kurz vor der Pause, das schnelle 3:0 nach dem Seitenwechsel und die weitere Konsequenz bis zum 5:0 ergaben ein geschlossenes Bild. Rainalter bekam genau das zu sehen, was er eingefordert hatte: Ordnung gegen den Ball, hohen Einsatz und eine Mannschaft, die ihre Chancen diesmal sauber nutzte.