Ein chancenarmes, faires Derby prägte den Nachmittag in Gars am Kamp – und ein Coach, der mit kühler Analyse überzeugte: Für Trainer Hannes Tscheppen von SCU Gars/Kamp passte beim 1:0 gegen den SC Admira Gföhl vieles zusammen. In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel sprach er von einem ausgeglichenen Duell, in dem Disziplin den Unterschied machte. Seine Mannschaft setzte den Plan konsequent um, ließ kaum etwas zu und nutzte die eine, sauber herausgespielte Aktion zum entscheidenden Kopfballtreffer von Marek Sindler. Tscheppen hob dabei die Defensive hervor und betonte die Fairness des Derbys. Trotz kleiner Personalthemen – ein Spieler war unter der Woche krank, einer fehlte – verwies er auf einen geschlossenen Auftritt.

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„Es war ein chancenarmes Derby, muss man sagen.“ Mit diesem Befund ordnete Hannes Tscheppen die 90 Minuten gegen Gföhl ein. Der Grundtenor: zweikampfbetont, wenig klare Abschlüsse. „Es war ein ganz ausgeglichenes Derby.“ Entscheidend war am Ende genau eine Aktion, die Tscheppen ausdrücklich hervorhob: „Das war sehr gut – den hat er super reingeköpfelt.“ In einem Spiel mit wenigen Möglichkeiten gab der erste Treffer die Richtung vor.
Die Grundlage des Sieges sah Tscheppen im taktischen Korsett und der Disziplin ohne Ball. „Wir haben uns was vorgenommen. Wir attackierten erst rund um den doppelten Sechzehner, haben sehr gut verschoben und ich glaub, wir haben nur eine Torchance zugelassen – mehr nicht.“ Die Kompaktheit vor der eigenen Box trug über weite Strecken. Gleichzeitig wollte der Trainer die Leistung nicht an Einzelnen festmachen: „Es war eine gesamte Mannschaftsleistung. Wir haben taktisch gut agiert, aber die Abwehr muss ich ein bissl herausheben – da sind wir wirklich sehr, sehr gut gestanden.“
Den spielentscheidenden Moment lieferte in der 14. Minute ein wuchtiger Kopfball zum 1:0, erzielt von Marek Sindler. Tscheppens Schilderung des Tores („den hat er super reingeköpfelt“) passt zu seiner insgesamt respektvollen Einordnung eines Derbygegners auf Augenhöhe: „Die waren genauso gut wie wir und wir haben halt das Tor geschossen. Mehr kann ich nicht sagen.“ Personell gab es kleine Einschränkungen, die den Matchplan jedoch nicht kippten: „Einer hat gespielt, der war die ganze Woche krank, und einer war nicht da, der war noch Skifahren. Sonst kann ich Gott sei Dank auf die gesamte Mannschaft zurückgreifen.“ Unterm Strich stand ein knapper, hart erarbeiteter Derbyerfolg, der auf Stabilität, Geduld und Konsequenz im entscheidenden Moment beruhte.