Erleichterung und klare Analyse nach dem Auftakt: „Wir sind sehr froh, dass wir das Auftaktspiel für uns entscheiden konnten“, sagte Trainer Klaus Doppler. In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel setzte sich USV Raika Dobersberg gegen den SV W4IT Ziersdorf mit 3:1 durch – ein Duell mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Vor der Pause sah Doppler sein Team klar tonangebend, nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gäste das Geschehen. Gleichzeitig lobte er die mannschaftliche Geschlossenheit und hob Stürmer Martin Klatil als prägenden Faktor der zweiten Hälfte hervor. Trotz des gelungenen Starts blieb der Blick auf Verbesserungen gerichtet: Phasenweise stand Dobersberg nach der Pause zu tief, in einigen Zweikämpfen fehlte die nötige Nähe.

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Früh stellte Dobersberg die Weichen: Nach einem direkten Freistoß traf Richard Svoboda in der 9. Minute zur Führung. In der Folge ließ der USV beste Chancen liegen – Michael Schmitmaier, Martin Klatil und Roman Nehyba vergaben vier, fünf aussichtsreiche Möglichkeiten auf das 2:0. Auf der Gegenseite drohte die Partie zu kippen, als nach einem Foul im Strafraum ein Elfmeter für Ziersdorf fällig war. Der Strafstoß ging jedoch daneben, die Führung blieb bestehen. Kurz vor der Pause fiel dennoch der Ausgleich: In der 45. Minute war Michael Weizmann am zweiten Pfosten frei und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein.
Nach Wiederbeginn verschoben sich die Spielanteile deutlich zugunsten von Ziersdorf. Dobersberg lauerte nun auf Umschaltmomente – einer davon saß: Martin Klatil besorgte die 2:1-Führung. Die Gäste erhöhten weiter den Druck, liefen in der Nachspielzeit aber in die Entscheidung: In der 92. Minute machte Klatil nach starker Vorarbeit von Fabian Gangl mit dem 3:1 alles klar. „Herausheben möchte ich Martin Klatil, der die beiden entscheidenden Treffer nach der Pause erzielt hat“, so Doppler.
„In Halbzeit eins haben wir vieles sehr gut umgesetzt. Nach der Pause standen wir etwas zu tief und waren in den Zweikämpfen nicht nah genug dran – das gilt es zu verbessern“, analysierte Doppler. Für den Gegner fand er respektvolle Worte: „Ziersdorf ist sehr spielstark, hat das nach der Pause mit einigen guten Möglichkeiten gezeigt – läuferisch wie spielerisch eine starke Mannschaft.“ Eine positive Personalnachricht gab es obendrein: Aus der Vorsaison fehlt nur noch Rene Wendl nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch, er trainiert seit einigen Wochen wieder mit und soll in Kürze vollständig zur Verfügung stehen.