In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel meldet sich SC Admira Gföhl nach einem intensiven Duell mit viel Selbstvertrauen zurück. Trainer Patrick Wunsch sprach nach dem 1:0 gegen den USV Langenlois von einer sehr harten Partie mit vielen Zweikämpfen und hob Disziplin, Kampfgeist sowie eine Schlüsselentscheidung hervor: umfassende taktische Anpassungen bereits vor dem Anpfiff. Trotz Personalproblemen – Manuel Steiner war gesperrt, zudem fielen zwei, drei Spieler verletzt aus – erlebte Wunsch eine ausgeglichene erste Hälfte. Nach der Pause ging seine Mannschaft in Führung und verteidigte nach einer Gelb-Roten Karte für Niko Schwarz-Klafl die Schlussphase in Unterzahl. „Über 90 Minuten waren wir taktisch diszipliniert. Wir haben gekämpft und alles gegeben“, so sein Fazit – die Erleichterung war groß.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Wunsch stellte klar, dass der Matchplan früh feststand: „Wir haben vor dem Spiel taktisch viel umgestellt, um den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Diese Umstellung war der Schlüssel zum Erfolg.“ Gleichzeitig ging Gföhl „personalgeschwächt“ in die Partie: „Steiner war gesperrt, Langenlois voll besetzt – wir hatten Personalprobleme.“ Bei ruhenden Bällen setzte Gföhl früh Nadelstiche: „Offensiv waren wir in zwei, drei Standardsituationen der ersten Halbzeit sehr gefährlich. Defensiv sind wir gut gestanden und haben alles sauber wegverteidigt.“
Zur Pausenbilanz sagte Wunsch: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, Chancen auf beiden Seiten.“ Gföhl ließ zwei Topchancen liegen, dazu hatte Nico Binder eine starke Kopfballmöglichkeit – insgesamt drei, vier gute Gelegenheiten. Gleichzeitig verzeichneten die Gäste die dickeren Momente: „Langenlois hat in der ersten Halbzeit zwei Stangenschüsse gehabt.“ Nach dem Seitenwechsel fiel die Führung für Gföhl: Niko Schwarz-Klafl traf zum 1:0. Kurz darauf musste seine Mannschaft nach einer Gelb-Roten Karte für Niko Schwarz-Klafl in Unterzahl weitermachen. „In der letzten Viertelstunde hat Langenlois gedrückt. Wir standen kompakt und haben durch eine überragende Defensivleistung – inklusive Keeper Gregor Frühwirth – alles wegverteidigt.“ Auch das Spiel mit dem Ball ordnete Wunsch klar ein: „Vom Ballbesitz her war die erste Halbzeit ausgeglichen, in der zweiten war Langenlois tonangebend – vor allem nach dem Ausschluss.“ Zur Leitung auf dem Platz meinte er: „Die Schiedsrichterleistung war sehr in Ordnung. Das hat gepasst.“
Die emotionale Bedeutung strich Wunsch mit Nachdruck heraus: „Wir sind alle erleichtert und sehr glücklich über den historischen Sieg gegen Langenlois.“ Und weiter: „Ein großes Lob an die Mannschaft – jeder hat sich für den anderen reingehauen. Wir haben gekämpft wie die Löwen; für die Zuschauer war es eine Topkulisse und insgesamt ein schöner Moment.“ Für das nächste Spiel „am Freitag in Horn, im Stadion“ kündigte er an: „Wir fahren mit vollem Selbstvertrauen nach Horn. Es wird schwierig, aber wir wollen an die Leistung anknüpfen, die Zweikämpfe gewinnen und alles geben, um dort zu punkten.“