Ein taktisch geprägter Nachmittag in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel zwischen USV Raabs/Thaya und USV Langenlois wurde für die Gastgeber zur Charakterprobe: Trainer Werner Wagner sprach von vielen Verletzten, einer disziplinierten Herangehensweise und einem Ausgang, den er als glücklich, aber nicht unverdient einordnet. Er hob die jungen Kräfte, kompromisslose Zweikampfführung und eine Schlüsselszene nach der Pause hervor, die dem Spiel eine neue Richtung gab.

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Wagner beschrieb die Herangehensweise nüchtern: Zahlreiche Stammkräfte fehlten, also setzte Raabs auf Kompaktheit und klare Abläufe. Besonders die Ergänzungsspieler erhielten ein Extralob: „Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Großes Lob gilt den jungen Spielern auf unserer Seite, die die fehlenden Stammkräfte ersetzt haben – sie haben die Aufgabe ausgezeichnet gelöst.“
Zur Pause stand es 0:0, danach kippte die Statik. In der 58. Minute ging Langenlois nach einem Eckball durch Lukas Jedlicka mit 1:0 in Führung. Kurz darauf verhinderte der Raabser Keeper im Eins-gegen-eins das mögliche 0:2 – für Wagner die Szene, die alles veränderte: „Das wäre wohl die Entscheidung gewesen. So aber haben wir noch einmal die zweite Luft bekommen.“ Raabs belohnte sich spät: In der 83. Minute glich Roland Gerebenits zum 1:1 aus, ehe Julian Pleßl nach einem schnellen Konter in der 87. Minute den 2:1-Endstand herstellte.
Im Spielfluss sah Wagner klare Vorteile beim Gegner und schätzte das Ballbesitzverhältnis auf 60:40 zugunsten von Langenlois. Bei ruhenden Bällen erkannte er Fortschritte: „Das Gegentor fiel zwar wieder nach einem Eckball, ansonsten waren wir bei Standards deutlich stabiler als in der Vorwoche.“ Die Partie war intensiv, aber überwiegend fair geführt: "Über weite Strecken war die Schiedsrichterleistung ganz okay.“
Für den Ausblick zählt der Coach vor allem auf Charakter: „Die Einstellung war großartig – und besonders die gezeigte Zweikampfstärke.“