Beim Duell des FC Moser Medical Rohrendorf mit dem USV Raika Dobersberg in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel überwogen nach einem wechselvollen Nachmittag Erleichterung und Zufriedenheit beim Gast. Sektionsleiter Willibald Longin ordnete das 2:2 als insgesamt gerechtes Ergebnis ein, sprach offen über eine schwierige erste Hälfte, eine klare Steigerung nach der Pause und eine verpasste Großchance in Minute 93. Gleichzeitig betonte er die Qualität der Rohrendorfer und nahm vor allem den erkämpften Punkt als Bestätigung des Matchplans mit.

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„In der ersten Hälfte waren die Rohrendorfer vor dem Tor viel gefährlicher, wir konnten nicht viel zusetzen“, bilanzierte Longin den Start, in dem die Gastgeber den Ton angaben. Aus Dobersberger Sicht stand es nach 17 Minuten 0:1, Torschütze war Jannick Schibany. In Minute 37 folgte das 0:2 durch Tobias Markhart – zur Pause lag Dobersberg entsprechend mit 0:2 zurück. Es blieb jedoch genug Spielraum, um nach dem Seitenwechsel noch einmal ernsthaft anzugreifen: Mit mehr Laufbereitschaft, Geduld und einfachen Lösungen nach vorne kippte das Kräfteverhältnis schrittweise.
„Bis zur 60. Minute haben sie noch mitgespielt, dann haben wir immer mehr das Spiel übernommen“, ordnete Longin den Wendepunkt ein. Aus dem wachsenden Druck resultierte der Anschluss: Martin Klatil verkürzte in der 79. Minute auf 1:2. In der 90. Minute war Klatil erneut zur Stelle und glich zum 2:2 aus – die Belohnung für Moral und unermüdliche Arbeit gegen den Ball. Beinahe wäre sogar der Sieg gelungen: In Minute 93 bot sich Dobersberg die große Chance auf die Führung, doch es blieb beim Remis.
In der Bewertung der eigenen Kräfte setzte Longin einen Akzent: „Fabian Gangl hat eine sehr gute Partie gespielt, läuferisch sehr stark.“ Insgesamt hob er jedoch die Geschlossenheit hervor – der Punkt wurde im Kollektiv erarbeitet. Ein Wermutstropfen: Bereits nach 10 Minuten musste ein Dobersberger Spieler mit Knieproblemen vom Feld, die genaue Diagnose stand noch aus. Den Gegner würdigte Longin ausdrücklich: Rohrendorf sei spielerisch stark und verfüge über eine gute Mannschaft. Gerade deshalb passt die Schlussbilanz für ihn: erst unter Druck geraten, dann mit klarem Zugriff im Mittelfeld, mehr Präsenz in der Box – und am Ende der verdiente Lohn eines 2:2 nach 0:2-Rückstand.