Nach dem Duell von SCU Renz Kottes gegen SC St. Martin in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel ordnete Franz Höllerschmid den Abend sachlich ein. Seine Mannschaft hatte mehr Ballbesitz, St. Martin lauerte auf Umschaltmomente und wurde damit phasenweise richtig gefährlich. Bei ruhenden Bällen sah Höllerschmid eine ausgeglichene Bilanz, insgesamt sprach er von einem knappen, aber verdienten Heimsieg in Runde 17.

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Der Trainer hielt fest, dass seine Elf über weite Strecken die Kontrolle hatte, während St. Martin gezielt auf Konter setzte. Zu Standards meinte er: „Aus dem Spiel heraus gab es sehr wenige Standardsituationen, die beide Mannschaften gut wegverteidigt haben.“ Auch sein Gesamturteil fiel klar aus: „Im Großen und Ganzen geht das Ergebnis über das ganze Spiel gesehen in Ordnung.“
Die Gäste setzten den ersten Akzent: In Minute 16 brachte Dominik Decker St. Martin mit 1:0 in Führung. Kottes antwortete in der 33. Minute, als Kornél Khiesz zum 1:1 ausglich; zur Pause stand es 1:1. Nach dem Seitenwechsel blieb es eng, ehe Lukas Pomichal in Minute 66 das 2:1 erzielte. Höllerschmid bezifferte die klaren Möglichkeiten nüchtern: für Kottes „in etwa vier bis fünf Großchancen“, für den Gegner „zwei bis drei“ – ein Hinweis auf die etwas höhere Effizienz der Hausherren.
Im physischen Bereich sprach Höllerschmid von einem grundsätzlich fairen Duell. In seinem Team musste er zwei verletzungsbedingte Wechsel vornehmen, die nicht auf Gegnereinwirkung zurückgingen. Zu strittigen Szenen sagte er: „Es gab die eine oder andere Fifty-fifty-Entscheidung zu unseren Gunsten, insgesamt war die Schiedsrichterleistung sehr gut.“ Sein Fazit verband Anerkennung und Augenmaß: „Kompliment an den Gegner, er hat gut dagegengehalten.“ Den Blick richtete er sofort nach vorn: Gegen den nächsten, heimstarken Kontrahenten erwarte er „eine sehr schwere Partie“, wo jeder Ausgang möglich ist.