Spielberichte

Gernot Holcmann (Trainer USV Langenlois): „Der Doppelschlag war ausschlaggebend“

USV St. Bernhard/F.
USV Langenlois

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel gewann der USV Langenlois auswärts beim USV St. Bernhard/F. mit 3:0. Nach einem 0:0 zur Pause fiel die Entscheidung kurz nach dem Seitenwechsel: David Gräf (63.) eröffnete, Giovanni Kotchev legte doppelt nach (64., 71.). Langenlois blieb nach vorsichtigem Beginn geduldig, schob seine Linie höher und machte die Punkte klar. Trainer Gernot Holcmann sprach von einem verdienten Auswärtssieg, der auf einer kompakten Mannschaftsleistung basierte – und auf dem Doppelschlag, der die Partie endgültig in ihre Richtung lenkte.

Spieler holt zum Eckball aus

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Nach zähem Beginn: Langenlois dreht nach der Pause auf

Die Partie begann intensiv, mit viel Tempo und vielen Zweikämpfen – genau so beschrieb es Gernot Holcmann: „Es war ein sehr gutes, intensives Spiel. Viel Tempo, viele Zweikämpfe.“ Seine Elf brauchte jedoch, um hineinzufinden. „Die ersten zwanzig Minuten waren wir ein bisschen zu defensiv“, sagte der Trainer. „Wir haben dann weiter vorne attackiert.“ Bis zur Pause blieb es torlos, auch weil laut Holcmann ein Strafstoß in Halbzeit eins pariert wurde – ein Moment, den er ausdrücklich herausstrich: „In der ersten Halbzeit natürlich der verschossene Elfmeter.“ Nach dem Seitenwechsel zahlte sich das höhere Anlaufen sofort aus. In der 63. Minute brachte David Gräf Langenlois 1:0 in Führung, nur eine Minute später erhöhte Giovanni Kotchev auf 2:0. „Der Doppelschlag in der zweiten Halbzeit war ausschlaggebend“, erklärte Holcmann. St. Bernhard blieb gefährlich, doch Langenlois blieb am Drücker und setzte in Minute 71 durch Kotchevs zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 3:0.

Kompakt und laut: Holcmann lobt Organisation und Teamgeist

Im Rückblick hob der Langenloiser Trainer vor allem zwei Dinge hervor: „Die Kompaktheit, die Kommunikation.“ Seine Mannschaft stand eng, schob geschlossen nach und hielt die Abstände klein – genau die Zutaten, die aus einem offenen Schlagabtausch ein Spiel mit klarer Linie machen. Aus dieser Basis entstanden Ruhe und Kontrolle, gerade nach der Führung. Holcmann betonte auch, wie wichtig es war, nach dem 1:0 sofort nachzulegen und nicht nachzulassen. Gleichzeitig verteilte er Respekt an den Gegner: „Wir haben um die Stärken von St. Bernhard gewusst. Ein sehr guter Gegner, sehr spielfreudig, immer gefährlich.“ Dass Langenlois gegen so einen Kontrahenten zu Null blieb und die Chancen eiskalt nutzte, passte zum Gesamtbild – eine starke Auswärtsleistung, mit klaren Antworten in den wichtigen Phasen.

Elfer-Debatte, viele Karten – und ein Blick nach vorne

Zur Schiedsrichterleistung blieb Holcmann sachlich, aber deutlich: „Die Leistung war ganz okay. Meiner Meinung nach waren es ein bisschen zu viele gelbe Karten auf unserer Seite, und der Elfmeter war meiner Meinung nach nicht zu geben.“ An der Klarheit des Resultats ändert das nichts – Langenlois nahm drei Punkte mit und steht mit 42 Zählern nach 21 Spielen an der Tabellenspitze, während St. Bernhard/F. mit 32 Punkten auf Rang vier liegt. Beim Ausblick bleibt der Coach bewusst auf dem Boden: „Wir sind jetzt auf einem guten Weg. Es sind noch ein paar Runden, und wir schauen, was am Ende des Tages rauskommt.“ Nach dem 3:0 und einem starken zweiten Durchgang darf Langenlois den Kurs jedenfalls selbstbewusst halten – mit derselben Kompaktheit und jener Lautstärke auf dem Platz, die der Trainer so sehen will.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: St. Bernhard : Langenlois - 0:3 (0:0)

  • 71
    Giovanni Kotchev 0:3
  • 64
    Giovanni Kotchev 0:2
  • 63
    David Gräf 0:1