In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel unterlag der SC St. Martin dem SCU Gars/Kamp mit 1:2 (0:2). Die Hausherren spielten laut Trainer Christopher Bruckner „ein sehr, sehr gutes Spiel“, ließen vor der Pause aber beste Möglichkeiten aus und liefen einem Rückstand hinterher. Nach dem schnellen Anschluss blieb es spannend, am Ende stand für St. Martin jedoch „wieder nichts Zählbares“ – die Gäste nutzten ihre Chancen deutlich konsequenter.

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay
St. Martin kam schwungvoll ins Spiel und erarbeitete sich früh mehrere klare Möglichkeiten. Christopher Bruckner schilderte: „Wir hatten in der ersten Halbzeit unzählige Chancen, laufen dreimal alleine auf den Tormann zu und machen kein Tor.“ Besonders Dominik Decker tauchte laut Coach mehrfach frei vor dem Keeper auf, einmal parierte der Schlussmann stark, einmal sprang der Abschluss knapp vorbei. Gars/Kamp zeigte sich dagegen eiskalt: In Minute 14 stellte Andreas Ringswirth auf 0:1, in der 21. Minute legte Marek Sindler zum 0:2 nach – ein Treffer, der über außen sauber zu Ende gespielt wurde. Mit diesem Rückstand ging St. Martin in die Pause.
Aus der Kabine kam St. Martin mit Schwung zurück und belohnte sich sofort. In der 47. Minute traf Niklas Höbarth per Flugkopfball zum 1:2, vorbereitet von einer präzisen Flanke von Manuel Kaineder – „eine wirklich super Aktion, von hinten rausgespielt“, wie Bruckner betonte. Danach war es das offene Spiel, das sich der Trainer gewünscht hatte: Gars/Kamp fand zwei gute Möglichkeiten, St. Martin kam durch Decker erneut alleine vor den Tormann, doch der Gäste-Keeper hielt wieder stark. Kurz vor Schluss zwang ein scharf getretener Kaineder-Freistoß aus rund 25 Metern den Goalie zu einer weiteren Parade – der Ausgleich wollte trotz viel Aufwand nicht mehr fallen.
Für Christopher Bruckner erklärt sich das Resultat durch ein bekanntes Muster. „Es zieht sich leider durch die ganze Saison: Wir spielen gut, haben sechs, sieben Riesenchancen und machen zu wenige Tore“, sagte der St.-Martin-Coach. Gleichzeitig ärgerte ihn die Effizienz der Gäste weniger als die eigene Nachlässigkeit: „Gars war vor der Pause eiskalt. Wir lassen defensiv die Tore zu leicht zu.“ Lob gab es für den Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, er hat Fingerspitzengefühl gezeigt – unsere Nummer 12 hätte man auch mit Gelb-Rot ausschließen können.“ In der Tabelle steckt St. Martin mit 12 Punkten nach 21 Runden auf Rang 14 fest, Gars/Kamp hält als Dritter bei 34 Zählern. Bruckner blickt dennoch nach vorne und fasst den Unterschied knapp zusammen: „Wenn wir die ersten Chancen machen, führen wir 2:0 – so gehen wir 0:2 in die Pause.“ Die Leistung passte, nun soll endlich auch die Ausbeute folgen.