Runde 22 in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel brachte ein intensives Derby: Horn SV II gegen USV St. Bernhard/F.. Am Ende stand ein 2:3 in einem Spiel mit vielen Zweikämpfen und hohem Tempo. Trainer Manuel Fettinger sprach von zwei guten Mannschaften und hob einen Punkt hervor: "Das zweite Tor unmittelbar vor der Pause war sehr wichtig. Das hat uns die Tür zum Sieg geöffnet." Für St. Bernhard/F. war es ein hart erarbeiteter Derbysieg – und einer, der zeigte, wie reif beide Teams schon auftreten.

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Horn erwischte den besseren Start und setzte in der Anfangsphase das Zeichen: In Minute 17 brachte Moritz Pfaller die Gastgeber 1:0 in Front. Das passte zu Fettingers Eindrücken: "In den ersten dreißig Minuten war Horn absolut überlegen. Wir sind erst ab der dreißigsten Minute besser ins Spiel gekommen." Genau in dieser Phase arbeiteten sich die Gäste in die Partie und glichen durch André Knoll in der 34. Minute zum 1:1 aus. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte der Moment, den St. Bernhard/F. später als Knackpunkt bezeichnen sollte: Leoš Vozihnoj traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45+1) zum 1:2. "Das zweite Tor unmittelbar vor der Pause war sehr wichtig", betonte Fettinger. Mit dem 1:2 ging es in die Kabinen – die Partie war gedreht und lag nun auf Seiten der Gäste.
Nach dem Seitenwechsel verteidigte St. Bernhard/F. konsequent und blieb bei Ballgewinnen zielstrebig. Fettinger legte den Fokus genau darauf: "Wir waren als Mannschaft sehr gut, sehr kompakt gegen den Ball. Über schnelle Umschaltmomente wollten wir zum Erfolg kommen – das ist uns heute gut gelungen." Aus dieser Stabilität heraus suchten die Gäste immer wieder den direkten Weg nach vorne und wurden spät belohnt: In Minute 83 erhöhte Moritz Berger auf 1:3. Das passte zum Plan, den der Trainer umriss: aktiv gegen den Ball arbeiten, die Räume eng halten und bei Gelegenheit zustechen. Fettinger sah diesmal vor allem das Kollektiv: "Ich möchte die Mannschaftsleistung hervorheben – wie wir als Team agieren, wie wir gemeinsam arbeiten. Das war wirklich sehr gut."
Ganz erledigt war das Derby noch nicht: Horn SV II verkürzte in Minute 88 durch Dominik Omelianiuk auf 2:3 und sorgte für eine heiße Schlussphase, am Ende nahmen die Gäste die Zähler aber mit. Fettinger fand deutliche Worte des Respekts für den Gegner: "Horn ist eine sehr gute, spielerisch und läuferisch starke Mannschaft. Für ihr junges Alter wirken sie schon sehr reif." Auch beim Thema Schiedsrichter blieb es sachlich: "Strittige Situationen hat es nicht wirklich gegeben. Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen und keinen Einfluss genommen." Bei aller Freude über den Derbysieg – "Nach dem Derbysieg überwiegt die Freude" –, blickte der Coach bereits nach vorn: "In den ersten dreißig Minuten müssen wir schneller die Abstände finden und schneller ins Spiel kommen." Genau daran will St. Bernhard/F. in der kommenden Trainingswoche anknüpfen.