Mit einem knappen 1:0 gegen SV W4IT Ziersdorf ist USC Kirchberg/Altenwörth in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel erfolgreich gestartet. Tobias Fiedler erzielte kurz nach der Pause den einzigen Treffer des Abends, doch Trainer Oliver Oberhammer sprach danach offen von einem glücklichen Heimsieg. Vor allem vor der Pause hatten die Gastgeber große Probleme, ehe sie sich nach dem Seitenwechsel steigerten und den Auftakt mit drei Punkten über die Linie brachten.

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Der Auftakt in die neue Liga lief für die Heimelf lange nicht so, wie es sich Oliver Oberhammer vorgestellt hatte. Der Trainer machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten klar unterlegen war. „In der ersten Halbzeit waren wir als Heimmannschaft die klar schlechtere Mannschaft, hatten viele Ballverluste. Ziersdorf war dadurch besser und hatte auch mehr Torchancen und hätten in Führung gehen müssen“, sagte Oberhammer. Dass es zur Pause trotzdem 0:0 stand, war aus seiner Sicht vor allem dem eigenen Tormann und einer schlechten Chancenauswertung des Gegners zu verdanken. „Ausschlaggebend für den Sieg war, dass unser Tormann Alexander Nimmervoll eine sehr gute Leistung gebracht und etliche Chancen zunichtegemacht hat“, so der Trainer. Damit war der Grundstein gelegt, dass die Partie trotz der schwachen ersten Hälfte offen blieb.
Nach dem torlosen ersten Durchgang zeigte USC Kirchberg/Altenwörth ein anderes Gesicht. Oberhammer sprach davon, dass seine Mannschaft mit Beginn der zweiten Halbzeit deutlich besser ins Spiel gefunden habe. „Wir waren besser im Spiel, hatten nicht mehr so viele Ballverluste, konnten das Spiel offener gestalten und hatten einige gute Szenen in Umschaltsituationen, die aber nicht gut fertig gespielt wurden“, erklärte er. Genau diese Veränderung machte sich auch im Ergebnis bemerkbar. In der 52. Minute nutzte Tobias Fiedler eine gute Aktion zum 1:0, das sich aus Sicht der Gastgeber aus der verbesserten Phase heraus entwickelte. Oberhammer verwies zudem darauf, dass seine Mannschaft nach dem Wechsel „ein, zwei Chancen“ herausspielen konnte und zugleich weniger zuließ. Das war für ihn neben dem starken Tormann der zweite große Unterschied zu den ersten 45 Minuten.
So erfreulich der Auftaktsieg für USC Kirchberg/Altenwörth auch war, in der Analyse blieb der Trainer sehr bodenständig. „Es war sicher nicht eines unserer besten Spiele. Die Mannschaft war etwas nervös, speziell nach den Ballverlusten in der ersten Halbzeit und in der neuen Liga“, sagte Oberhammer und brachte damit einen wichtigen Punkt auf den Tisch. Die Leidenschaft und das bessere Verteidigen nach der Pause hob er zwar hervor, zugleich sprach er aber auch das größte Verbesserungspotenzial an. „Im Spiel mit dem Ball müssen wir wieder stabiler werden. Das ist uns in der Vorbereitung eigentlich ganz gut gelungen, aber Vorbereitung und Meisterschaft sind eben unterschiedliche Dinge.“ Gerade diese Aussage erklärt auch, warum seine Mannschaft vor der Pause so schwer ins Spiel kam und warum sich der Auftritt trotz der drei Punkte noch nicht wie ein rundes Spiel angefühlt hat.
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff vor allem, wie klar Oberhammer das 1:0 einordnete. Der Trainer lobte den Gegner ausdrücklich und sprach von einer „guten Mannschaft mit guten Einzelspielern“. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass SV W4IT Ziersdorf in der ersten Halbzeit eigentlich in Führung gehen hätte müssen. Umso mehr wusste er, dass dieser Auftaktsieg nicht selbstverständlich war. „Es war ein glücklicher Sieg im ersten Spiel in der Gebietsliga. Wir freuen uns über die drei Punkte, auch wenn sie nicht ganz verdient waren“, sagte Oberhammer. Für USC Kirchberg/Altenwörth bleibt damit ein Start, der auf der Ergebnisseite und bei der Moral passt, gleichzeitig aber auch klar zeigt, woran in den kommenden Wochen weiter gearbeitet werden muss.