In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat FC Moser Medical Rohrendorf zum Auftakt USV Atzenbrugg/H. mit 3:2 besiegt, doch aus Sicht von Co-Trainer Davor Hrkac konnte man dem Gegner lange das Leben schwer machen. Der Aufsteiger verteidigte lange diszipliniert, in die Pause ging es mit 0:0 und man blieb auch nach dem 0:2 noch dran. Entscheidend waren für Hrkac am Ende Situationen, in denen man den Rohrendorfern zu viel Platz ließ.

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Schon vor dem Anpfiff war die Rollenverteilung für Davor Hrkac klar. "Wir galten als Aufsteiger als Außenseiter, doch wir haben uns trotzdem Chancen ausgerechnet", sagte der Co-Trainer von USV Atzenbrugg/H. und erinnerte daran, dass FC Moser Medical Rohrendorf die vorige Saison auf dem dritten Platz beendet hatte. Genau deshalb war der torlose Pausenstand aus Sicht der Gäste mehr als nur ein Zwischenergebnis. USV Atzenbrugg/H. hielt diszipliniert dagegen, verteidigte engagiert im Kollektiv und machte dem Favoriten das Leben schwer. Hrkac sprach von einer "ordentlichen Leistung" und betonte, dass die eigene Taktik lange aufging. Dazu kam noch ein Moment, der das Spiel vielleicht in eine andere Richtung hätte lenken können: "Die erste Topchance hatten wir. Wenn man da vielleicht das Tor macht, nimmt das Spiel auch einen anderen Lauf."
Nach dem 0:0 zur Pause bekam das Spiel aber genau jene Richtung, vor der USV Atzenbrugg/H. gewarnt war. In der 56. Minute traf David Sauer zum 1:0 für FC Moser Medical Rohrendorf, nur vier Minuten später erhöhte Philipp Koglbauer auf 2:0. Für Hrkac lag die Ursache weniger in einem grundsätzlichen Fehler der Ausrichtung, sondern in zwei Momenten, die der Favorit sauber bestrafte. Beim ersten Treffer bot man dem Gegner zu viel Platz, bei beiden Toren sei man "ein, zwei Schritte zu spät" gewesen. Dazu kam, dass FC Moser Medical Rohrendorf laut Hrkac vor allem mit tiefen Bällen auf die Seite immer wieder Probleme erzeugte und seine individuellen Qualitäten in diesen Räumen gut ausspielte.
Bemerkenswert aus Sicht von USV Atzenbrugg/H. war allerdings, dass sich der Aufsteiger von diesem Doppelschlag nicht hängen ließ. Haris Garagic verkürzte in der 71. Minute auf 2:1 und brachte die Gäste damit wieder zurück ins Spiel. Zwar stellte Patrick Pfaller nur vier Minuten später auf 3:1 für FC Moser Medical Rohrendorf, doch auch das war noch nicht die Entscheidung. Haris Garagic traf in der 82. Minute ein zweites Mal und sorgte dafür, dass die Partie bis zum Schlusspfiff offen blieb. Genau das hob Hrkac nach dem Auftakt besonders hervor: "Wir sind nach dem 0:2 noch einmal zurückgekommen ins Spiel, haben das 2:1 gemacht und das Spiel bis zum Schlusspfiff am Leben gehalten." Er sprach sogar davon, dass "eventuell auch ein Lucky Punch möglich" gewesen wäre, wenn man die eine oder andere Situation besser zu Ende gespielt hätte.
Trotz der Niederlage nimmt Atzenbrugg Positives aus dem ersten Auftritt in der neuen Liga mit. Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie mit dem Gegner mithalten und phasenweise auch selbst gute Aktionen setzen könne. Die taktische Ausrichtung habe über weite Strecken gut funktioniert, weshalb Hrkac der Mannschaft auch keinen Vorwurf machen wollte. Vielmehr zollte er dem "Kollektiv" durchaus Respekt, weil man sich trotz Rückstand nicht aufgab und das Spiel bis zum Schluss offen ließ. Auch rund um die Spielleitung gab es für ihn keinen Diskussionsstoff: "Der Schiedsrichter hatte das Spiel vollkommen unter Kontrolle." Nun gelte es, an diese Leistung anzuknüpfen und die ersten Punkte einzufahren. „Wir haben gesehen, dass wir in dieser Liga mithalten können. Jetzt wollen wir die positiven Dinge mitnehmen, weiter konstant arbeiten und im Heimspiel gegen Dobersberg den ersten Sieg holen“, blickt Hrkac bereits nach vorne.