Spielberichte

„Der Ausschluss hat uns sicher in die Karten gespielt“: Amaliendorf dreht das Spiel in Gerungs spät

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USV Groß Gerungs
Amaliendorf-Aalf.

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat der USV Groß Gerungs gegen SC Amaliendorf-Aalfang eine 1:0-Pausenführung noch aus der Hand gegeben und am Ende 1:2 verloren. Für Trainer Manuel Lamp war vor allem der Ausschluss vor der Pause der Punkt, der die Partie kippte. Seine Mannschaft blieb lange im Rückstand, erhöhte nach dem Seitenwechsel den Druck und kam durch zwei späte Treffer von Jiri Bederka doch noch zu drei Punkten.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Erst offen, dann Gerungs vorne

Die Partie begann nach Darstellung von Lamp ziemlich ausgeglichen. „Es war am Anfang ziemlich ausgeglichen, mit Chancen auf beide Seiten“, sagte der Trainer der Gäste. Amaliendorf hatte in dieser Phase sogar die Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen, ließ aber einen Elfmeter ungenützt. Stattdessen geriet die Mannschaft in Rückstand, als Jonas Schulner in der 35. Minute das 1:0 für Groß Gerungs erzielte. Lamp sprach dabei auch selbstkritisch davon, dass man sich beim Gegentor „nicht sehr gut angestellt“ habe. Bis zur Pause war das für die Gastgeber eine gute Ausgangslage, weil Gerungs laut Lamp gerade in der ersten Halbzeit starke Umschaltmomente hatte und das Spiel in dieser Phase gut auf seine Seite ziehen konnte.

Der Ausschluss verändert das Spiel

Dass die Begegnung nach dem Seitenwechsel dennoch eine andere Richtung nahm, hing aus Sicht des Amaliendorf-Coaches klar mit einer Szene kurz vor der Halbzeit zusammen. „Entscheidend war sicher der Ausschluss vor der Halbzeit. Wir haben eine Halbzeit mit einem Mann mehr gespielt“, sagte Lamp. Mehr noch: „Wenn wir elf gegen elf fertig gespielt hätten, weiß ich nicht, wie es ausgegangen wäre.“ Genau darin lag für ihn der Knackpunkt. Groß Gerungs musste nach der Pause viel arbeiten und kam laut Lamp nur noch zu Entlastungsangriffen, während seine Mannschaft immer mehr Ball und Spielanteile bekam. „Wir waren am Drücker“, beschrieb er diese Phase, schob aber auch nach, dass sein Team vor dem Tor „zu wenig entschlossen“ gewesen sei. Gleichzeitig hob er hervor, dass Gerungs in Unterzahl „auch gut verteidigt“ habe und sich lange gegen den wachsenden Druck stemmte.

Bederka trifft doppelt, Amaliendorf belohnt die Moral

Lange sah es trotzdem danach aus, als würde Gerungs den Vorsprung über die Zeit bringen. Amaliendorf blieb aber dran und gab laut seinem Trainer nie auf. „Die Mannschaft hat lange im Rückstand Moral gezeigt, hat nie aufgegeben, hat sehr hoch gedrückt und wollte unbedingt zumindest den Ausgleich“, sagte Lamp. Dieser Ausgleich fiel schließlich spät: Jiri Bederka traf in der 88. Minute zum 1:1, nachdem die Gäste laut Lamp durch einen weiteren Elfmeter doch noch belohnt wurden. Damit war die Partie aber noch nicht zu Ende. Amaliendorf ging weiter ins Risiko, suchte weiter den Weg nach vorne und kam in der Nachspielzeit tatsächlich noch zum Siegtreffer. Wieder war es Bederka, der in der 92. Minute das 2:1 machte. Lamp ordnete den späten Erfolg ehrlich ein: „Dass es dann noch drei Punkte waren, war am Schluss vielleicht ein bisschen glücklich, aber ich glaube, nicht ganz unverdient.“ Dazu passte auch sein Respekt für den Gegner. „Gerungs war sehr stark. In Gerungs ist immer schwer zu spielen“, sagte er. Umso wertvoller ist der Auswärtssieg für Amaliendorf, das sich mit viel Druck, Geduld und einer starken Schlussphase doch noch zu drei Punkten spielte.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: USV Groß Gerungs : Amaliendorf - 1:2 (1:0)

  • 92
    Jiri Bederka 1:2
  • 88
    Jiri Bederka 1:1
  • 35
    Jonas Schulner 1:0