In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USV Atzenbrugg/H. am Sonntag gegen SCU Renz Kottes eine 0:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Gastgeber klar aus, der Beginn war nach Einschätzung von Co-Trainer Davor Hrkac aber deutlich besser, als es der Endstand vermuten lässt. Atzenbrugg war zunächst am Drücker, leistete sich dann aber Fehler, während Kottes seine Chancen durch Dominik Rester eiskalt nutzte.

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Der Co-Trainer ärgerte sich vor allem über die Anfangsphase, weil sie aus seiner Sicht eigentlich in die richtige Richtung gelaufen war. „Wir hatten einen guten Start, waren in den ersten 15 Minuten spielbestimmend“, sagte Hrkac. Früh gab es dann jene Szene, über die in Atzenbrugg diskutiert wurde: Haris Garagic war laut Hrkac bereits am Tormann vorbei und wurde außerhalb des Strafraums getroffen. „Für mich war das Torraub. Das Tor wäre leer gewesen“, meinte der Co-Trainer. Atzenbrugg ließ sich davon zunächst nicht aus dem Konzept bringen, kassierte in der 16. Minute aber doch das 0:1. Ein Abspielfehler im Aufbau brachte die Gastgeber in Schwierigkeiten, Kottes schaltete schnell um und Dominik Rester brachte die Gäste in Führung.
Mit dem Rückstand änderte sich am grundsätzlichen Bild laut Hrkac nicht alles. Atzenbrugg versuchte weiter, das Spiel an sich zu ziehen, hatte mehr Ballbesitz und kam auch immer wieder ins letzte Drittel. Genau dort fehlte aber die Klarheit. „Wir waren spielbestimmend, hatten mehr Ballbesitz, aber keine wirklich konkreten Spiellösungen“, erklärte Hrkac. Eine gute Aktion entstand noch nach einem weiten Ball von Phillip Nussbaumer, insgesamt blieben die Möglichkeiten aber Stückwerk. Bis zur Pause hielt Kottes das 0:1. Auch nach dem Seitenwechsel sah der Co-Trainer seine Mannschaft bemüht und aktiv. „Wir haben weiterhin versucht, zu spielen und zu kombinieren“, sagte er. Gleichzeitig stellte er dem Gegner ein gutes Zeugnis aus: Kottes verteidigte nach der Führung diszipliniert, machte die Räume eng und ließ nur wenig zu.
Als Atzenbrugg in der zweiten Hälfte weiter auf den Ausgleich drängte, fiel in der 75. Minute das 0:2 erneut durch Rester. Vorausgegangen war laut Hrkac eine unübersichtliche Szene nach einer Standardsituation, in der die Gastgeber den Ball nicht klären konnten. Einige Atzenbrugger reklamierten dabei ein mögliches Handspiel, selbst bewerten wollte der Co-Trainer die Situation aber nicht. „Ich habe das nicht ganz gesehen, da war ich zu weit weg“, sagte er. Mit dem zweiten Gegentor wurde die Aufgabe deutlich schwerer, Atzenbrugg machte auf und lief in der Nachspielzeit noch in einen Konter, den Rester zum 0:3-Endstand abschloss. Hrkac nahm seine Mannschaft trotz der Niederlage nicht grundsätzlich auseinander. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, dass es zu wenig war“, sagte er, schob aber sofort nach, woran gearbeitet werden müsse: „Wir bekommen im Moment zu viele Tore und müssen defensiv kompakter werden.“