In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat sich SV Sparkasse Ziersdorf mit 2:0 gegen USV Atzenbrugg/H. durchgesetzt und den Heimsieg noch vor der Pause entscheidend auf Schiene gebracht. Trainer Martin Aichinger machte nach dem Spiel vor allem zwei Dinge aus: den spielerischen Schritt nach rund einer halben Stunde und den Umgang mit der angespannten Personalsituation. „Es war nicht leicht, eine Elf zu finden, denn durch die vielen Ausfälle sind auch noch krankheitsbedingte Ausfälle dazugekommen“, sagte er. Umso wichtiger war für ihn, „was die Mannschaft, die gespielt hat, an dem Tag abgeliefert hat“. Auf dem Platz zeigte sich das zunächst in einer eher vorsichtigen Anfangsphase. Laut Aichinger war die Partie am Anfang „sehr verhalten von beiden Mannschaften“. Auf jeder Seite gab es eine gute Abschlussmöglichkeit, danach fehlte dem Spiel aber zunächst der klare Rhythmus, und es lief über weite Strecken eher zäh dahin.

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Der entscheidende Umschwung kam aus Sicht des Ziersdorfer Trainers nach etwa einer halben Stunde. „Nach der ersten halben Stunde sind wir spielerisch immer stärker geworden“, erklärte Aichinger, und genau in dieser Phase legten die Gastgeber die Grundlage für den Sieg. In der 38. Minute fiel das 1:0 durch Stefan Studnicka. Aichinger schilderte die Entstehung sehr genau: Nach einem Eckball von David Stark, der den Ball scharf hereingab, verwertete Studnicka per „sensationellem Flugkopfball“. Dieses Tor gab den Ziersdorfern sichtlich Rückenwind, und nur drei Minuten später legten sie nach. Beim 2:0 war Studnicka erneut beteiligt, diesmal als Vorbereiter. Er spielte auf Stark, der über die Außenbahn nach vorne ging und einen Stanglpass brachte, den Lukas Waltner von der zweiten Stange zum 2:0 abschloss. Für Aichinger war diese Phase klar: Ziersdorf wurde stärker und ging „verdient 2:0 in Führung“.
Mit dem 2:0 zur Halbzeit hatte sich Ziersdorf eine starke Ausgangslage erarbeitet, und nach dem Seitenwechsel ging es vor allem darum, diese Führung sauber zu verwalten. Aichinger beschrieb auch diesen Abschnitt ohne große Ausschmückung. Nach der Pause habe das Spiel zunächst „noch etwas dahin“ geplätschert. Am Gesamtbild änderte das aber nichts mehr, und die Gastgeber brachten den Vorsprung ohne größere Probleme über die Zeit.
So zufrieden der Ziersdorfer Trainer mit Ergebnis und Einsatz war, ganz ohne Blick auf das, was noch besser werden kann, wollte er den Nachmittag nicht einordnen. Verbesserungspotenzial gebe es „immer“, sagte Aichinger, und verband das gleich mit der Hoffnung auf Entlastung im Kader. Wichtig sei, „dass wieder der eine oder andere Spieler zurückkommt“ und die Ausfallsliste kleiner werde. Erst dann könne seine Mannschaft wieder mehr von dem aufziehen, was sie eigentlich spielen wolle, und das nicht nur phasenweise, sondern „spielerisch über neunzig Minuten“. Den Gegner stufte er trotz der Niederlage keineswegs schwach ein. Bei Atzenbrugg erkenne man im Moment Formschwankungen, dazu seien nach dem Trainerwechsel neue Impulse noch nicht ganz aufgegangen. „Prinzipiell ist es eine starke Mannschaft, der einfach momentan die Form fehlt“, meinte Aichinger. Dass sein Team den Sieg ohne Gegentor über die Zeit brachte, bekam für ihn am Ende noch einen zusätzlichen Nebeneffekt: „Mit dem Sieg haben wir das anschließende Oktoberfest gerettet und konnten dann ausgelassen gemeinsam feiern.“