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„Wir haben nicht wirklich viel falsch gemacht“ – SC Fortuna Wiener Neustadt II verliert nach Standard 0:1

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Fortuna Wiener Neustadt II
BSV Enzesfeld/H.

Zum Auftakt der Gebietsliga Süd/Südost musste sich SC Fortuna Wiener Neustadt II daheim gegen BSV Enzesfeld/H. mit 0:1 geschlagen geben. Trainer Thomas Schönleitner sprach danach trotzdem von einem richtig guten Auftritt seiner jungen Mannschaft. Aus seiner Sicht entschieden nicht fehlender Zugriff oder ein schwaches Spiel die Partie, sondern die Chancenverwertung und eine Unachtsamkeit bei einer Standardsituation kurz nach der Pause.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Griffig bis zur Pause, dann fällt das 0:1

Über weite Strecken war es aus Sicht von Thomas Schönleitner genau die Partie, die sich SC Fortuna Wiener Neustadt II für den Saisonstart vorgenommen hatte. Der Trainer lobte vor allem den Auftritt seiner Mannschaft in den Zweikämpfen und die Art, wie seine Spieler den Plan auf den Platz brachten. "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir waren von Anfang an sehr griffig in den Zweikämpfen und haben das, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt", sagte Schönleitner. Das spiegelte sich auch im Spielstand wider, denn zur Pause stand es 0:0. Der entscheidende Moment kam erst unmittelbar nach Wiederbeginn. In der 48. Minute brachte Dominik Bauer BSV Enzesfeld/H. mit 1:0 in Führung. Für Schönleitner war genau diese Szene der Knackpunkt, weil seine Mannschaft bei einer Standardsituation nicht aufmerksam genug war.

Vieles stimmt, nur das Tor fehlt

Dass den Trainer die Niederlage trotzdem sichtbar wurmte, lag weniger an der Leistung als am fehlenden Ertrag. Schönleitner machte seiner Mannschaft ausdrücklich keinen Vorwurf, was Einsatz, Ordnung oder den Mut im Spiel nach vorne betrifft. "Das einzige Manko war, dass wir unsere Torchancen nicht verwertet haben", sagte er und brachte damit den Hauptgrund für das 0:1 auf den Punkt. Gerade deshalb fiel seine Analyse für eine Auftaktniederlage bemerkenswert positiv aus. Viele Spieler standen zum ersten Mal in einer Kampfmannschaft oder sind, wie er es formulierte, im Erwachsenenfußball noch frisch unterwegs. Umso höher bewertete er, dass die Inhalte aus der Vorbereitung bereits zu sehen waren. "Die Burschen haben das alles super umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, und haben eine super Partie gespielt", meinte Schönleitner. Besonders das Kombinationsspiel, der sichere Aufbau und das Anlaufen gefielen ihm.

Ein Standard und ein paar Nadelstiche reichen dem Gegner

Auch den Gegner ordnete der Trainer nüchtern ein. Nach seiner Wahrnehmung ließ SC Fortuna Wiener Neustadt II nur wenig Zwingendes zu, musste aber akzeptieren, dass BSV Enzesfeld/H. seine Qualität in einzelnen Momenten einbrachte. "Der Gegner hat Nadelstiche gesetzt. Er hat ein paar erfahrene Spieler drin und ein paar individuell sehr gute Spieler", erklärte Schönleitner. Eine Umschaltsituation in der zweiten Halbzeit, bei der der Ball an die Stange oder die Latte ging, nannte er als weitere heikle Szene. Den Ausschlag gab für ihn aber ganz klar der Standard kurz nach der Pause. Dabei wollte er sich in der genauen Bewertung noch nicht festlegen. "Entscheidend war der Corner kurz nach der Halbzeit, der direkt ins Tor gegangen ist. Ich muss ehrlich sagen, ich kann es noch nicht genau auswerten, wie es von außen genau war", sagte der Trainer. Trotz der intensiven Partie hob er außerdem hervor, dass das Spiel fair blieb und der Schiedsrichter "das gut geleitet" habe.

Junge Mannschaft soll aus dem Auftakt lernen

Am Ende blieb bei Thomas Schönleitner deshalb ein Fazit zurück, das nicht nach Ausrede, sondern nach Einordnung klang. Er wollte die 0:1-Niederlage nicht größer machen, als sie aus seiner Sicht war, verschwieg aber auch nicht, wo seine junge Mannschaft noch wachsen muss. "Wir haben in dem Spiel nicht wirklich viel falsch gemacht. Wir haben das Spiel einfach verloren, weil wir in gewissen Situationen noch Lehrgeld zahlen werden, weil wir eben eine ganz junge Mannschaft haben", sagte er. Genau dort setzt auch der Blick nach vorne an. SC Fortuna Wiener Neustadt II will die guten Ansätze aus dem ersten Spiel mitnehmen, bei Standards wacher sein und sich für den Aufwand künftig auch belohnen. "Wir waren im Kombinationsspiel richtig sicher. Das Anlaufen hat relativ gut funktioniert. Das sind unsere Stärken und da werden wir weiter daran arbeiten", kündigte Schönleitner an. Damit bleibt trotz Fehlstarts das Gefühl, dass die Richtung stimmt, auch wenn zum Auftakt noch keine Punkte herausschauten.

Gebietsliga Süd/Südost: Fortuna Wiener Neustadt II : BSV Enzesfeld/H. - 0:1 (0:0)

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    Dominik Bauer 0:1