In der Gebietsliga Süd/Südost hat sich SVg Breitenau/Schwarzau am Freitagabend mit 2:1 gegen ASK Eggendorf durchgesetzt. Nach einem frühen Rückstand drehten die Gastgeber die Partie noch vor der Pause und legten damit den Grundstein für den Heimsieg. Trainer Levent Sengül sprach danach von einer starken Reaktion, viel Laufarbeit und einer taktisch disziplinierten Leistung seiner Mannschaft.

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Für Breitenau begann der Abend mit einem Rückschlag. Bereits in der 4. Minute brachte Tobias Schramboeck die Gäste mit 1:0 in Führung, und Sengül sprach danach von einem "unglücklichen Beginn" sowie von einem "unnötigen Gegentor". Entscheidend war aus seiner Sicht aber nicht der frühe Rückstand selbst, sondern die unmittelbare Reaktion seiner Mannschaft. "Die schnelle Antwort auf das Gegentor war sehr entscheidend. Gleich innerhalb von zehn Minuten haben wir zwei Tore gemacht und sind in Führung gegangen", sagte der Trainer. Zuerst glich Manuel Schwarz in der 7. Minute aus. Nur wenig später drehte Michael Beisteiner die Partie, als er in der 15. Minute zum 2:1 einköpfelte. Damit war die Partie nach dem frühen Schock schon rasch in jene Richtung gekippt, die sich Breitenau nach dem Rückstand erhofft hatte.
Dass Breitenau das Spiel nach dem 0:1 so schnell an sich zog, erklärte Sengül vor allem mit der Arbeit gegen den Ball. "Wir waren taktisch richtig gut eingestellt, und die Jungs haben das eins zu eins umgesetzt", sagte er und hob dabei besonders das Pressing und die Disziplin seiner Mannschaft hervor. Nach seiner Einschätzung nahm Breitenau dem Gegner damit genau jene Qualitäten, die Eggendorf normalerweise auszeichnen. "Eggendorf ist generell eine sehr starke, sehr spielstarke Mannschaft", meinte Sengül, fügte aber gleich an: "Wir haben sie gezwungen, dass sie nur mit hohen Bällen spielen mussten, weil wir vorne total angepresst haben." Dazu kam für ihn ein "immenses Laufpensum" und viel Zweikampfstärke. Der Trainer hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft den Gästen damit vor allem in der ersten Halbzeit viele Ideen nahm. Breitenau machte viel dicht, blieb aggressiv gegen den Ball und hatte so nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Rhythmus des Spiels auf seiner Seite.
Nach dem Seitenwechsel sah Sengül seine Mannschaft weiter auf Kurs, auch wenn ihn die fehlende Konsequenz vor dem Tor störte. "Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen", sagte der Trainer und machte daraus keinen Hehl, dass aus seiner Sicht mehr als zwei Treffer möglich gewesen wären. Später formulierte er es noch deutlicher: "Das dritte, vierte, fünfte Tor haben wir leider verpasst. Die Chancen waren da." Den Vorsprung brachte Breitenau dennoch über die Zeit. Als entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Teams nannte Sengül vor allem den Zusammenhalt seiner Mannschaft. "Der Unterschied war natürlich das Teamspirit. Wir waren eine richtige Einheit, jeder für jeden", sagte er.
Unter dem Strich blieb beim Breitenau-Trainer vor allem Zufriedenheit über die Art und Weise, wie seine Mannschaft diesen Abend angenommen hatte. Gerade weil Eggendorf aus seiner Sicht ein starker Gegner ist, wog der Heimsieg für ihn besonders viel. "Ich will meiner Mannschaft wirklich gratulieren zu diesem Sieg, zu diesem Laufpensum, zu dieser Einstellung und der taktischen Disziplin", sagte Sengül nach Schlusspfiff. Für ihn war es eine Leistung, die nicht nur wegen des 2:1 zählt, sondern vor allem wegen der Reaktion nach dem frühen Rückstand und der konsequenten Umsetzung des Matchplans. Weil Breitenau nach dem 0:1 nicht den Faden verlor, sondern das Spiel rasch drehte und danach über weite Strecken kontrolliert hielt, sprach der Trainer auch von "verdienten drei Punkten". Mit diesem Heimsieg hält Breitenau nach vier Runden bei neun Zählern und bleibt damit in der Spitzengruppe voll dabei.