In der Gebietsliga Süd/Südost hat der BSV Enzesfeld/H. am Samstag in der 4. Runde gegen den ASK Mannersdorf klar mit 0:4 verloren. Für Obmann Johannes Horvath war vor allem der erste Treffer entscheidend: „Das 1:0 war der Dosenöffner.“ Mannersdorf führte zur Pause bereits 2:0 und legte nach dem Seitenwechsel noch zwei Tore nach.

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Für Horvath gab es nach den 90 Minuten wenig Zweifel daran, wie sich diese Partie entwickelt hatte. „Mannersdorf war über die kompletten 90 Minuten die überlegene und tonangebende Mannschaft“, sagte der Obmann der Gäste und brachte damit die Kräfteverhältnisse sehr klar auf den Punkt. Schon vor dem ersten Treffer habe seine Mannschaft Möglichkeiten vorgefunden, die zunächst ungenutzt blieben. Als Taner Sen dann in der 21. Minute das 1:0 erzielte, war das aus Sicht des Funktionärs der Moment, in dem das Spiel endgültig in die richtige Richtung lief. „Das 1:0 war der Dosenöffner“, sagte Horvath. Noch vor der Pause legte Adrian Mujcic in der 43. Minute das 2:0 nach, und diese Führung entsprach laut Mannersdorfer Sicht dem Spielverlauf.
Ganz ohne kleine Phase des Wackelns ging es nach Seitenwechsel dennoch nicht weiter. Horvath sprach von ein paar Minuten, in denen seine Mannschaft „ein bissl die Ordnung im Spiel verloren“ habe. Viel länger dauerte dieser Abschnitt aber nicht. Mannersdorf fing sich rasch wieder, blieb das aktivere Team und stellte in der 65. Minute auf 3:0. Wieder war es Taner Sen, der traf und damit aus Sicht seines Obmanns auch die letzten Zweifel beseitigte. „Dann war das Spiel für mich endgültig entschieden“, meinte Horvath. Mit dem 4:0 in der 72. Minute schnürte Taner Sen seinen Dreierpack und sorgte dafür, dass aus einer klaren Überlegenheit auch ein deutliches Ergebnis wurde. Horvath machte zugleich deutlich, dass der Sieg sogar noch höher hätte ausfallen können, weil seine Mannschaft in der Schlussphase weitere Chancen ungenutzt ließ.
Dass Mannersdorf in Enzesfeld so souverän auftrat, erklärte Horvath nicht nur mit der spielerischen Überlegenheit, sondern vor allem mit den Grundlagen, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. „Kampfgeist, die mannschaftliche Geschlossenheit und natürlich unser Stürmer, der Taner Sen“, nannte er als größte Stärken seiner Mannschaft an diesem Nachmittag. Gerade diese Mischung zog sich laut seiner Einschätzung durch die gesamte Begegnung. Mannersdorf blieb dran, ließ nicht locker und belohnte sich immer wieder mit Toren. Dass am Ende trotzdem nicht alles perfekt war, sprach Horvath ebenfalls offen an. „In der Chancenverwertung“, sah er den Bereich, in dem noch Luft nach oben bleibt. Besonders gegen Ende seien Gelegenheiten dabei gewesen, „wo schon die eine oder andere noch ein Tor sein hätte sollen“.
Über den Gegner fand Horvath ebenfalls recht klare Worte. Enzesfeld sei „offensiv kaum vorhanden“ gewesen und habe es, wenn überhaupt, „mit hohen Bällen probiert“. Vor allem in der zweiten Hälfte waren dann doch die eine oder andere Aktion dabei, aus der etwas werden hätte können. Man scheiterte aber an sich selbst oder der Mannersdorfer Defensive rund um Sutter. Auch mit der Leitung des Unparteiischen konnte Horvath leben. „Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen okay“, sagte er. Für Mannersdorf ist das 4:0 damit ein klarer Auswärtserfolg, der nach vier Runden sechs Punkte bringt. Enzesfeld bleibt nach der deutlichen Heimniederlage bei drei Zählern.