In der Gebietsliga Süd/Südost setzte es für SC Fortuna Wiener Neustadt II beim SV Grimmenstein eine klare 1:4-Niederlage. Trainer Thomas Schönleitner führte das Spiel vor allem auf die verlorene Anfangsphase zurück: Sein Team geriet früh in Rückstand, fand gegen die giftige und enge Spielweise der Gastgeber lange kein Rezept und musste nach dem 0:2 und einer Gelb-Roten Karte einer schwierigen Partie hinterherlaufen.

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Für die Gäste lief die Partie von Beginn an in die falsche Richtung. Schon in der 2. Minute brachte Milos Grubor die Heimelf mit 1:0 in Führung und stellte damit früh die Weichen. Schönleitner sprach hinterher von einem Rückschlag, der den eigenen Plan sofort durcheinandergebracht habe. „Wir haben gleich zu Beginn einen Rückschlag hinnehmen müssen mit dem 0:1 vom Gegner. Dementsprechend war unser Matchplan gleich einmal über Bord geworfen“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft musste also sofort reagieren, und genau das gelang nur bedingt. Zwar kam Fortuna II nach seiner Einschätzung im Lauf der ersten Hälfte etwas besser in die Partie, hatte dann auch jene Ballbesitzphasen, die man haben wollte, doch bis zur Pause legte Grimmenstein nach. Thomas Aulabauer erhöhte in der 41. Minute auf 2:0, und damit war die Ausgangslage für die Wiener Neustädter schon zur Halbzeit denkbar unangenehm.
Der Trainer machte nach dem Spiel deutlich, worin er den Hauptunterschied gesehen hat. „An der Aggressivität. An der Aggressivität in den Zweikämpfen“, brachte es Schönleitner auf den Punkt. Aus seiner Sicht war Grimmenstein vor allem auf eigenem Platz schwer zu bespielen, weil die Gastgeber die Räume eng machten und im Anlaufen sehr giftig waren. „Grimmenstein hat das sehr gut gemacht. Sie waren am Anfang sehr giftig und aggressiv in den Zweikämpfen“, sagte er. Fortuna II wollte viele Situationen spielerisch lösen, suchte auch den Weg über die Seiten, fand aber insgesamt zu selten die passenden Antworten. „Wir haben zwar viele zweite Bälle gehabt, aber dann die Lösungen nach vorne nicht so gehabt“, erklärte Schönleitner. Dazu kam vor der Pause noch zusätzliche Unruhe: Der Trainer sprach von einem aus seiner Sicht fragwürdigen Elfmeter zum 0:2 und einer harten Gelb-Roten Karte. Gleichzeitig wollte er das aber nicht zum Hauptthema machen. „Der Schiedsrichter ist nicht der richtige Ansatz. Viel wichtiger ist, dass wir die Dinge aufarbeiten, die wir nicht gut gemacht haben“, hielt er fest.
Wenn sich Fortuna II nach der Pause noch einmal etwas vorgenommen hatte, war dieser Plan praktisch sofort wieder zerstört. Nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff traf Thomas Aulabauer zum 3:0, und damit wurde die Aufgabe mit einem Mann weniger noch schwerer. Später erhöhte Aulabauer in der 63. Minute auch noch auf 4:0 und machte damit seinen Dreierpack komplett. Ganz aufgesteckt haben sich die Gäste aber nicht. Der Trainer betonte, dass seine Mannschaft trotz des Spielstands und trotz Unterzahl weiter gearbeitet habe. In der Schlussminute belohnte sich Fortuna II zumindest noch mit dem Ehrentreffer durch Tobias Wimmer zum 4:1. „Die Jungs haben trotzdem alles reingeworfen und sich gewehrt“, sagte Schönleitner. Sein Fazit fiel dennoch klar aus: „In Summe war es ein sehr gebrauchter Tag von uns, aber wir müssen einfach weiterarbeiten.“ Genau das soll nun in der Trainingswoche passieren, ehe es „mit Vollgas“ in das nächste Spiel geht.