Spielberichte

"Wir haben es am Schluss mehr gewollt": Sommerein trifft spät und nimmt drei Punkte mit

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ASK Mannersdorf
SC Sommerein

In der Gebietsliga Süd/Südost hat ASK Mannersdorf gegen SC Sommerein lange mehr Ballbesitz gehabt, am Ende aber mit 1:3 verloren. Aus Sicht der Gäste war nicht der Ballbesitz entscheidend, sondern die Kompaktheit und die besseren Chancen. Co-Trainer Dominik Gotschy brachte den Auswärtssieg nach 96 intensiven Minuten auf einen einfachen Nenner: "Wir haben es am Schluss einfach mehr gewollt."

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Nach einer halben Stunde wurde Sommerein mutiger

Zum Beginn sah Gotschy eine vorsichtige Partie. "Es war ein Spiel, das mit einem Abtasten von beiden Seiten begonnen hat", sagte der Sommereiner Co-Trainer. Mannersdorf hatte in dieser Phase zwar deutlich mehr Ballbesitz, bewegte sich nach seiner Einschätzung aber größtenteils in der eigenen Hälfte. Sommerein stand kompakt, verteidigte die Angriffe sauber weg und ließ kaum etwas zu. Erst nach rund einer halben Stunde fanden die Gäste besser hinein. Dann wurde Sommerein aktiver, kam zu drei, vier guten Möglichkeiten und hatte durch Tobias Petritsch sowie zweimal Jonas Kürner beste Gelegenheiten. Kurz vor der Pause fiel dann auch die verdiente Führung, als Kevin Steiner-Kafka nach einem weiten Ball aus dem Halbfeld mit gutem ersten Kontakt vor dem Tor abschloss und in der 42. Minute das 0:1 erzielte.

Mannersdorf hatte viel Ball, beim Ausgleich half Sommerein nach

Auch nach dem Seitenwechsel wollte Sommerein laut Gotschy mutiger bleiben und möglichst rasch nachlegen. Stattdessen kam Mannersdorf zum 1:1. Die Gäste hatten den Ball am eigenen Sechzehner eigentlich schon beinahe geklärt, verloren ihn aber noch einmal, und Neki Oda tauchte danach alleine vor dem Tormann auf und verwertete in der 69. Minute. Gotschy sprach in diesem Zusammenhang von der "ersten und einzigen richtigen Torchance" der Gastgeber. Dass Mannersdorf insgesamt dennoch viel Ballbesitz hatte, überraschte ihn nicht. "Sie haben versucht, von hinten raus Fußball zu spielen, wenig mit hohen Bällen operiert und sehr viel Ballbesitz gehabt", sagte er. Mit tiefem Aufbau, breiten Innenverteidigern und einem gut mitspielenden Tormann hatten die Gastgeber zwar lange den Ball, wirklich zwingend wurden sie aus Sommereiner Sicht aber kaum.

Der Standard in Minute 88 öffnete die Tür zum Auswärtssieg

Je länger die Partie dauerte, desto mehr kippte sie wieder auf die Seite der Gäste. Gotschy meinte, dass Sommerein ab der 75. oder 80. Minute "immer stärker ins Spiel gekommen" sei und wieder mehr Druck aufgebaut habe. Der entscheidende Stoß kam dann über einen ruhenden Ball. In der 88. Minute traf Michael Nikolic nach einem Standard zum 1:2, ein Treffer, den der Co-Trainer offen als "Lucky Punch" einordnete. Dabei blieb es aber nicht. Weil Mannersdorf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne warf, öffneten sich Räume für den Konter, und Mathias Wollmann setzte mit dem 1:3 in der 96. Minute den Schlusspunkt. Das Ergebnis fiel damit vielleicht um "einen Tick zu hoch" aus, wie Gotschy sagte, die drei Punkte stellte er wegen der besseren Chancen aber nicht infrage.

Kompaktheit und geschlossene Leistung als größte Pluspunkte

Entsprechend hob Gotschy weniger einzelne Szenen als vielmehr die gesamte Arbeitsleistung seiner Mannschaft hervor. "Wir waren über die gesamten 95 Minuten sehr kompakt und haben sehr wenig bis gar keine Torchancen zugelassen", sagte er. Auch mehrere Freistöße rund um den Sechzehner habe Sommerein gut wegverteidigt. Dazu kam erneut ein Treffer nach einer Standardsituation, was aus seiner Sicht ebenfalls für die Stabilität der Mannschaft sprach. Unter dem Strich war es für Sommerein also kein glanzvoller, aber ein sehr sauber herausgespielter Auswärtssieg: lange diszipliniert, nach dem Ausgleich ruhig geblieben und in der Schlussphase eiskalt zugeschlagen. Nach fünf Runden hält der SC damit bei zehn Punkten und bleibt in der Spitzengruppe der Liga.

Gebietsliga Süd/Südost: Mannersdorf : Sommerein - 1:3 (0:1)

  • 96
    Mathias Wollmann 1:3
  • 88
    Michael Nikolic 1:2
  • 69
    Neki Oda 1:1
  • 42
    Kevin Steiner-Kafka 0:1