Spielberichte

„Wir hätten das Spiel eigentlich gewinnen müssen“ – Breitenau lässt in Vösendorf zu viel liegen

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ASV Vösendorf
SVg Breitenau

In der Gebietsliga Süd/Südost trennten sich ASV Vösendorf und SVg Breitenau/Schwarzau am Freitagabend in Runde sieben 1:1. Aus Sicht von Breitenau-Trainer Levent Sengül blieb nach dem Schlusspfiff dennoch das Gefühl, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Seine Mannschaft habe nach schwierigen Anfangsminuten die Kontrolle übernommen, über lange Zeit das Spiel bestimmt und sich für viele gute Möglichkeiten am Ende nicht ausreichend belohnt.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Nach zehn Minuten übernahm Breitenau

Levent Sengül sah zunächst keinen einfachen Start seiner Mannschaft. „Die ersten zehn Minuten war der Gegner besser im Spiel“, sagte der Breitenau-Trainer, der Vösendorf generell als „unangenehmen und gefährlichen Gegner“ bezeichnete. Gerade deshalb sei es wichtig gewesen, nach dieser Anfangsphase Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen. Genau das gelang aus seiner Sicht. „Dann haben wir die Kontrolle übernommen“, so Sengül. Bis zur Pause blieb das Spiel zwar beim 0:0, doch für den Trainer war schon in dieser Phase klar, dass seine Mannschaft über weite Strecken das aktivere Team war. Kurz nach dem Seitenwechsel fiel dann trotzdem das 1:0 für die Gastgeber: Nenad Jesic brachte Vösendorf in der 50. Minute nach einer Freistoßaktion in Führung. Sengül ordnete die Szene nüchtern ein: „So weit dürfte es eigentlich gar nicht kommen, aber der Freistoß war gut geschossen. Das war schwierig für den Tormann.“

Viele Möglichkeiten, aber nur ein Treffer

Dass Breitenau am Ende dennoch etwas Zählbares mitnahm, lag auch daran, dass die Gäste weiter an ihrem Spiel festhielten und in der 75. Minute durch Stefan Bauer zum 1:1 ausglichen. Für Sengül war dieser Treffer „extrem wichtig“, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht schon davor genug investiert hatte. Noch deutlicher wurde der Trainer bei seiner Einordnung des gesamten Spielverlaufs: „Wir haben das Spiel fast über 60, 70 Minuten dominiert und uns für die sehr gute Leistung leider nicht belohnt.“ Vor allem vor dem Tor habe der letzte Schritt gefehlt. „Die Chancen, die wir vergeben haben, kann ich gar nicht alle aufzählen“, sagte Sengül. Gerade darin sah er den Grund, warum aus Breitenauer Sicht nicht mehr als ein Remis heraussprang. „Wir haben es nicht zusammengebracht, die Tore zu machen. Chancen waren genügend da, wir hätten das Spiel eigentlich gewinnen müssen.“ So erklärte er letztlich auch das 1:1.

Viel Lob für Laufarbeit und Teamgeist

Trotz des verpassten Sieges war Sengül mit dem Auftritt seiner Mannschaft in vielen Punkten sehr einverstanden. Besonders hob er den Zusammenhalt hervor. „Der Teamspirit war extrem gut und das Laufpensum war wirklich immens“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht hätten alle eingesetzten Spieler „ihr Bestes gegeben“ und konsequent für das Team gearbeitet. Dazu kam, dass Breitenau laut Sengül auch personelle Ausfälle wegstecken musste. „Wir hatten Ausfälle und haben das sehr gut kompensiert“, betonte er und gratulierte seiner Mannschaft ausdrücklich zur Leistung. Einen Nebensatz widmete er auch der Leistung des Schiedsrichtergespanns, die er als „ausbaufähig“ bezeichnete. Im Mittelpunkt stand für ihn aber etwas anderes: „Wenn du die Tore nicht machst, kannst du die Spiele nicht gewinnen.“ Genau daran will Breitenau nun arbeiten. „Wir müssen so weitermachen und es in den nächsten Spielen besser machen“, sagte Sengül, der aus Vösendorf einen Punkt mitnahm, aber vor allem die liegen gelassenen Chancen im Kopf behielt.

Gebietsliga Süd/Südost: Vösendorf : Breitenau - 1:1 (0:0)

  • 75
    Stefan Bauer 1:1
  • 50
    Nenad Jesic 1:0