In der Gebietsliga Süd/Südost hat ASK Mannersdorf am Freitagabend gegen SV Grimmenstein einen auch in dieser Höhe verdienten 6:0-Heimsieg gefeiert. Obmann Johannes Horvath sah seine Mannschaft von Beginn an klar überlegen, sprach von einem Spiel, das „die ganze Zeit im Griff“ gewesen sei, und hob vor allem das Kombinationsspiel hervor. Dazu passte auch, dass die Gäste offensiv praktisch gar nicht stattfanden.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Schon die nackten Zahlen zeigen, wie deutlich der Abend verlief, und Horvath bestätigte diesen Eindruck auch im Gespräch sehr klar. „Mannersdorf war von Beginn an dominant, hat das Spiel eigentlich die ganze Zeit im Griff gehabt und war immer die bessere Mannschaft“, sagte der Obmann. Diese Überlegenheit bekam schon in der ersten Hälfte ein klares Gesicht. In der 18. Minute brachte Edin Harcevic die Gastgeber in Führung, nur sieben Minuten später erhöhte Lirian Sejdini auf 2:0. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause. Für Horvath war damit früh zu sehen, in welche Richtung das Spiel gehen würde, weil Mannersdorf nicht nur mehr vom Spiel hatte, sondern dem Gegner laut seiner Einschätzung auch kaum Räume und kaum Aktionen nach vorne ließ. „Die Gegner haben eigentlich keine einzige Torchance gehabt“, sagte er und beschrieb damit ziemlich deutlich, wie einseitig die Partie über weite Strecken verlief.
Dass Horvath keinen einzelnen spielentscheidenden Moment hervorheben wollte, passt gut zu diesem Verlauf. „Es war kein einzelner Moment, sondern wir haben die Tore geschossen“, sagte er. Genau so ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Sejdini stellte in der 53. Minute auf 3:0, nur vier Minuten später folgte das 4:0 durch Toni Srok. Gerade diesen Treffer erwähnte Horvath eigens, weil er nach einem Corner per Kopf fiel. Insgesamt sprach er von „sehr schön herausgespielten“ Toren, teilweise auch nach Doppelpässen. Mannersdorf blieb also nicht bei einer klaren Führung stehen, sondern machte weiter Druck und nutzte die Überlegenheit konsequent. So wurde aus einem bereits klaren Zwischenstand bald eine Partie, in der es kaum noch Zweifel am Ausgang gab.
Was bei Mannersdorf an diesem Abend besonders gut funktionierte, brachte Horvath in wenigen, aber sehr treffenden Worten auf den Punkt: „Das Kombinationsspiel, das Zusammenspiel, das Offensivspiel.“ Genau daraus ergab sich am Ende auch die Höhe des Erfolgs. In der Schlussphase schraubte Harcevic das Ergebnis mit Treffern in der 84. und 87. Minute noch auf 6:0 und kam damit insgesamt auf drei Tore, während Sejdini doppelt traf. Horvath ergänzte außerdem, dass die letzten beiden Treffer von Youngster Stefan Juhnke vorbereitet wurden, und mit Oguzhan Altun ein weiterer "Eigener" eine starke Leistung geboten hat. Diskussionen abseits des Sportlichen gab es laut dem Mannersdorf-Obmann nicht. „Schiedsrichter unauffällig, alles okay“, sagte er. Für Mannersdorf steht damit nach Runde sieben ein Sieg, der nicht nur wegen des Resultats heraussticht: Die Mannschaft hält nun bei neun Punkten, Grimmenstein bleibt bei vier, und Horvaths Einordnung passt zum ganzen Abend sehr gut: viel Kontrolle, gutes Offensivspiel und ein Gegner, der kaum ins Spiel fand.