In der Gebietsliga Süd/Südost musste sich SC Sommerein am Freitagabend gegen ASK Bad Fischau-Brunn mit 1:2 geschlagen geben. Nach einem frühen Rückstand und dem zweiten Gegentor nach der Pause kam der Anschlusstreffer von Manuel Gotschy zu spät. Co-Trainer Dominik Gotschy sprach von einem "sehr schwierigen Spiel" und sah vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig von den "grundlegenden Tugenden", die seine Mannschaft auf den Platz bringen müsse.

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Für Sommerein begann der Abend schon mit schwierigen Vorzeichen. Dominik Gotschy berichtete von "nicht weniger als acht Ausfällen", dazu kamen kurzfristige Anpassungen im System. Entsprechend schwer fand seine Mannschaft in die Partie. "Wir sind leider nie wirklich ins Spiel gekommen", sagte der Co-Trainer offen. Die ersten Minuten seien noch ein gegenseitiges Abtasten gewesen, danach habe Bad Fischau-Brunn aus seiner Sicht mehr und mehr das Kommando übernommen. In der 10. Minute fiel dann auch das 0:1 durch Yasin Adigüzel. Gotschy beschrieb die Szene als schlecht verteidigt im Rückraum, der Abschluss sei zudem noch unglücklich abgefälscht worden. Erst ab der Phase rund um die 25. bis 30. Minute wurde Sommerein etwas stabiler. "Da war das Spiel dann wieder ausgeglichener", sagte er. Bis zur Pause blieb es aber dabei, dass die Gäste mit ihrer Führung in die Kabine gingen und Sommerein lange der Rhythmus fehlte.
Wie schon zuletzt reagierte Sommerein in der Halbzeit und stellte einiges um. Gotschy schilderte, dass man "ein bissl was umgestellt, ein bissl adaptiert am System" habe, und diesmal zeigte sich die Wirkung deutlicher. Die Gastgeber kamen besser aus der Kabine, waren präsenter und hatten nach Ansicht ihres Co-Trainers sogar das Momentum auf ihrer Seite. Umso bitterer war aus Sommereiner Sicht das 0:2 in der 60. Minute, als erneut Yasin Adigüzel traf. Gotschy sprach dabei von einem Konter, bei dem Bad Fischau-Brunn schnell umschaltete und nach einem Stanglpass erfolgreich abschloss. Besonders beschäftigten ihn aber die Szenen rund um diese Phase. "Vor dem 2:0 hätten wir ganz klar einen Handspiel-Elfmeter bekommen müssen", sagte er. Dazu kam später ein zugesprochener Elfmeter für Sommerein, der aber an die Stange ging. Auch diese Szene ordnete Gotschy ein und verwies auf den Vergleich zur Vorwoche: "Wenn wir letzte Woche für eine ähnliche Aktion Rot bekommen, dann kann man diesmal zumindest darüber diskutieren." Er wollte die Niederlage daran nicht allein festmachen, nannte diese Entscheidungen aber klar als Knackpunkte.
Ganz aufgegeben hatte sich Sommerein auch nach dem verschossenen Strafstoß nicht. Die Heimischen blieben in der zweiten Hälfte deutlich aktiver als vor der Pause und kamen in der 83. Minute durch Manuel Gotschy noch zum 1:2. Damit war die Partie in der Schlussphase wieder offen, und Sommerein warf in den letzten Minuten alles nach vorne. "Wir haben dann am Schluss noch gedrückt auf den Ausgleich", sagte Dominik Gotschy, der auch von "der einen oder anderen Halbchance" sprach. Mehr sprang aber nicht mehr heraus. Gerade deshalb fiel seine Analyse zweigeteilt aus. Einerseits hob er hervor, dass die zweite Halbzeit "größtenteils wieder in Ordnung" gewesen sei. Andererseits blieb er bei der Kritik an den ersten 45 Minuten deutlich: "Wir haben vor allem in der ersten Hälfte wieder vieles vermissen lassen. Aggressivität, Spritzigkeit, die grundlegenden Tugenden, die man auf den Platz bringen muss, um in der Gebietsliga zu bestehen." Trotz der Niederlage stellte er sich vor seine Mannschaft und betonte, dass auch angeschlagene Spieler alles gegeben hätten. Sommerein bleibt damit nach acht Runden bei 14 Punkten, die Aufarbeitung dieser Niederlage ist für den Co-Trainer aber klar umrissen: Die zweite Halbzeit war ein Schritt in die richtige Richtung, die Basis dafür muss künftig früher da sein.