Spielberichte

Herbert Stöger (Obmann ASV Statzendorf): "Wir haben unsere Stärken rausgespielt"

ASV Statzendorf
SV Blindenmarkt

In der Gebietsliga West feierte der ASV Statzendorf einen 3:2-Heimsieg gegen den SV Union Raika Blindenmarkt – nach 1:1 zur Pause fiel der entscheidende Treffer spät durch Thomas Ecker (89.). Obmann Herbert Stöger sprach von einem verdienten Erfolg: "Wir haben unsere Stärken herausgespielt." Der Sieg gab Rückenwind und, aus Stögers Sicht, Sicherheit im Abstiegskampf; die Gäste überzeugten nur phasenweise und verpassten ihre Chance nach der kurzen Drangperiode nach der Pause.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Statzendorf legt vor, Blindenmarkt antwortet – am Ende entscheidet Ecker

Statzendorf erwischte den besseren Start und hatte in den ersten Minuten mehr vom Spiel. Das frühe 1:0 passte dazu: Nach 14 Minuten traf Ondrej Chveja zur Führung. Blindenmarkt ließ sich davon nicht beeindrucken und stellte nur vier Minuten später auf 1:1 – Matthias Öllinger nutzte die erste gute Gelegenheit der Gäste. "Wir waren von Anpfiff an ein bisschen stärker, vielleicht auch motivierter. Nach unserem 1:0 hat Blindenmarkt postwendend ausgeglichen. Nach der Pause waren sie zehn, fünfzehn Minuten stärker. Dann haben wir es wieder in den Griff bekommen, unsere Stärken herausgespielt und verdient 3:2 gewonnen", fasste Obmann Herbert Stöger den Verlauf zusammen. Der Mittelteil des Spiels blieb offen: Erst legten die Gäste durch Simon Rametsteiner in Minute 52 zum 1:2 vor, sechs Minuten später stellte Chveja mit seinem zweiten Treffer auf 2:2. Als alles auf ein Remis hinauslief, kam in der 89. Minute der große Auftritt von Thomas Ecker – 3:2.

Einstellung, Systemtreue und der rechte Flügel bringen den Dreier

Gefragt nach dem Knackpunkt, verwies Stöger nicht auf eine Einzelaktion, sondern auf die Haltung der ganzen Truppe: "Entscheidend war die Einstellung der Mannschaft und dass wir das System bis zur letzten Minute konsequent durchgezogen haben." Das späte Siegtor ordnete er klar ein: "Die Szene war relativ einfach: Wir sind über die rechte Seite gekommen, über Thomas Ecker. Er hat einen sehr starken Auftritt gezeigt und gehört zu unseren ganz jungen Spielern." Dass Ecker in Minute 89 die Partie endgültig kippte, war die Krönung einer energischen Schlussphase, in der Statzendorf nach dem 1:2-Rückschlag (52.) nicht einknickte, sondern nur sechs Minuten später durch Chveja antwortete. Der Doppelpack des Stürmers hielt die Tür zum Sieg offen. Den Unterschied verortete der Obmann vor allem in Basics, die an so einem Tag zählen: "Der Unterschied lag in unserer körperlichen Verfassung, und taktisch waren wir besser als der Gegner."

Respekt für Blindenmarkt, ruhiger Unparteiischer – und nun die Kaderplanung

Herbert Stöger hatte trotz des Sieges anerkennende Worte für den Gegner: "Blindenmarkt ist eine junge, disziplinierte Mannschaft. Ich glaube, sie haben sich mit dem Abstieg in die 1. Klasse abgefunden und spielen deshalb befreit auf." Dieses befreite Auftreten zeigte sich besonders in der ersten Viertelstunde nach der Pause, als die Gäste kurz am Drücker waren und sogar in Führung gingen. Mit dem Unparteiischen war Stöger zufrieden: "Sehr unauffällige Leistung vom Schiedsrichter, mit ein paar unglücklichen Entscheidungen der Linienrichter."

In der Tabelle steht Statzendorf nach 20 Runden bei 25 Punkten auf Rang zehn, Blindenmarkt hält bei zwölf Zählern. Für die Gastgeber hat der Sieg noch eine weitere Bedeutung: "Mit diesem Sieg ist der Klassenerhalt erreicht, jetzt beginnt die Kaderplanung für die nächste Saison in der Gebietsliga." Die Richtung ist damit klar – erst absichern, dann in Ruhe weiterbauen.

Gebietsliga West: Statzendorf : Blindenmarkt - 3:2 (1:1)

  • 89
    Thomas Ecker 3:2
  • 58
    Ondrej Chveja 2:2
  • 52
    Simon Rametsteiner 1:2
  • 18
    Matthias Öllinger 1:1
  • 14
    Ondrej Chveja 1:0