Spielberichte

"Gelungenes erstes Jahr nach Wiederaufstieg" – Biberbach zieht eine positive Saisonbilanz

USC Biberbach

Beim Gebietsliga West-Fünften USC Biberbach fällt das Saisonfazit trotz eines schwachen Endspurts positiv aus. Co-Trainer Nico Dirnberger spricht nach Rang fünf von einer "sehr erfolgreichen und guten Saison" und verweist dabei besonders auf das 0:1 gegen Waidhofen/Ybbs, das er als "Höhepunkt, aber auch Knackpunkt dieser Saison" bezeichnet. Neben der sportlichen Einordnung prägen auch personelle Veränderungen, ein verdienter Abschied und Rückkehrer nach langen Verletzungen den Sommer in Biberbach.

Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Lange ganz vorne dabei, am Ende noch auf Rang fünf zurückgefallen

Wer nur auf die Abschlusstabelle schaut, sieht Biberbach mit 43 Punkten auf Platz fünf. Ein Blick auf den Saisonverlauf zeigt aber, dass die Mannschaft über weite Strecken weit vorne mitgemischt hat. Schon nach den Runden zwei und drei stand Biberbach an der Spitze, auch nach Runde 21 lag der Klub noch auf Rang eins. Erst der Schlussspurt mit Niederlagen gegen Waidhofen/Ybbs, SV Blindenmarkt, ASV Statzendorf und ASK Loosdorf sowie dem 2:2 gegen SV Oberndorf kostete noch Plätze. Dirnberger bewertet die Monate trotzdem klar positiv und sagt: "Im Großen und Ganzen war es eine sehr erfolgreiche und gute Saison. Mit dem fünften Platz sind wir zufrieden, es wäre aber einiges mehr möglich gewesen." Dass er das Spiel gegen Waidhofen/Ybbs zugleich als "Höhepunkt, aber auch Knackpunkt dieser Saison" bezeichnet, passt gut zu diesem Verlauf.

Ein Abgang und ein würdiger Abschied für Kevin Schörghuber

Im Kader endet gleichzeitig auch eine kleine Ära. Mit Markus Stockner verliert der Verein einen Stürmer. Noch stärker fällt aus Biberbacher Sicht aber das Karriereende von Kevin Schörghuber ins Gewicht. Der langjährige Kapitän und Mittelfeldspieler wird vom Co-Trainer nicht einfach als Abgang beschrieben, sondern als echte Vereinsfigur und eine echte Größe auf und neben dem Feld. Dirnberger wollte das ganz bewusst hervorheben und sagte: "Kevin ist einfach ein top Mensch. Er ist nach einem Schienbeinbruch zurückgekommen, hat sich in der Wintervorbereitung zurückgekämpft und konnte einen würdigen Abschied aus seiner Fußballkarriere feiern." Dass Schörghuber dem Klub nun als Vorstandsmitglied und Jugendtrainer erhalten bleibt, sorgt dafür, dass der Einschnitt sportlich zwar spürbar ist, der Draht zum Verein aber bestehen bleibt.

Kontinuität im Trainerteam und Hoffnung durch zwei Rückkehrer

Während es bei den Spielern einige Veränderungen gibt, setzt Biberbach im Umfeld ganz klar auf Kontinuität. "Der Trainerstab bleibt für die nächste Saison gleich", sagt Dirnberger. Cheftrainer Dominik Müllner, Co-Trainer Nico Dirnberger und U23-Trainer Klaus Reisinger sollen also den Weg fortsetzen, der die Mannschaft lange in die Spitzengruppe geführt hat. Mit Andreas Eder konnte ein top Neuzugang, mit langjähriger Landesligaerfahrung aus Stationen wie Ardagger oder Seitenstetten, verpflichtet werden. Dazu schöpft der Klub Hoffnung aus zwei Rückkehrern: Julian Schörghuber und André Leithenmayr kommen nach schweren Knieverletzungen zurück. Beide haben bereits mittrainiert und werden laut Dirnberger "langsam wieder ins Mannschaftstraining integriert". Das spricht für einen Kader, der nicht komplett umgebaut werden muss, sondern gezielt ergänzt wird.

Kein Blick nach außen, sondern der Fokus auf den eigenen Weg

Auffällig ist auch, dass Dirnberger trotz der starken Phasen in der abgelaufenen Saison keinen Konkurrenten aus der Liga besonders hervorheben wollte. Auf die Frage, welcher Verein ihn in den vergangenen Wochen und Monaten beeindruckt habe, antwortete er knapp: "Kein Verein, wir konzentrieren uns nur auf uns, auch nächste Saison, Gemma USC." Auch das zeigt, wie Biberbach die eigene Lage einordnet. Der Abstand nach ganz vorne war am Ende zwar vorhanden, gleichzeitig war die Mannschaft selbst lange Teil des Spitzenfelds und muss sich nach dieser Saison nicht kleiner machen, als sie ist. Der Sommer steht beim USC Biberbach deshalb weniger für einen Neustart als für saubere Feinarbeit: den Abschied verdienter Spieler aufzufangen, Rückkehrer behutsam heranzuführen und mit einem eingespielten Trainerteam an eine Saison anzuschließen, die intern als Erfolg gesehen wird.