In der Gebietsliga West hat der SV Weichberger Oberndorf am Samstag beim SC Rabenstein mit 2:4 verloren. Trainer Ivan Saric sprach nach dem Auswärtsspiel von einer verdienten Niederlage, obwohl seine Mannschaft zweimal zurückkam und nach dem 2:2 sogar das Gefühl hatte, die Partie unter Kontrolle zu haben. Am Ende gaben aus seiner Sicht aber zu viele Eigenfehler und der fehlende letzte Punch den Ausschlag.

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Die Partie entwickelte sich zunächst genau in jene Richtung, die Oberndorf auswärts nicht wollte. Rabenstein ging in der 16. Minute durch Matej Chorvat mit 1:0 in Führung, doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Nur vier Minuten später glich Martin Glinz zum 1:1 aus. Lange hielt das aber nicht, denn schon in der 23. Minute brachte Clemens Lippert die Heimelf wieder nach vorne, mit diesem 2:1 ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Oberndorf noch einmal hinein, Elias Schragl stellte in der 65. Minute auf 2:2. Saric sagte danach, seine Mannschaft habe in dieser Phase „eigentlich das Gefühl gehabt, wir haben alles unter Kontrolle und können sogar nachlegen“. Dazu passte auch ein Stangenschuss, der Oberndorf die Führung hätte bringen können. Stattdessen traf Rabenstein noch zweimal: Matej Chorvat sorgte in der 77. Minute für das 3:2, Clemens Lippert legte in der 80. Minute das 4:2 nach.
Gerade deshalb ärgerte den Oberndorf-Trainer weniger das Ergebnis an sich als die Art, wie es zustande kam. „In Summe ist es eine verdiente Niederlage“, sagte Saric, der den Hauptgrund klar benannte: „Zu viele Eigenfehler, die zu Gegentoren geführt haben.“ Für ihn lag das Spiel nicht an einem einzelnen Moment, sondern an einer ganzen Reihe von Nachlässigkeiten. „Wir waren in entscheidenden Situationen einfach zu passiv“, so seine Einschätzung. Auch auf die Frage nach den Schlüsselszenen wollte er keine einzelne Aktion herausheben. „Entscheidend sind grundsätzlich alle vier Tore. Da müssen wir klarer, sauberer und konzentrierter agieren.“ Damit beschrieb er ziemlich genau, was seiner Mannschaft an diesem Nachmittag fehlte: nicht der Wille zum Zurückkommen, sondern die Konstanz, um das Spiel danach auch in die richtige Richtung zu drücken.
Saric ordnete die Partie aber nicht nur über die eigenen Fehler ein, sondern auch über die Rahmenbedingungen in Rabenstein. „Wir haben gewusst, dass es auf diesem kleinen Platz immer schwierig ist“, sagte der Trainer über den Auftritt bei den Gastgebern. Rabenstein spiele dort aus seiner Sicht genau jenes Spiel, das zu den Bedingungen passt. „Auf dem Platz perfektionieren sie dieses Spiel. Es war ein tiefer Block“, erklärte er. Zugleich machte Saric deutlich, dass Oberndorf die Niederlage nicht auf die Stärke des Gegners abschieben will. „Mit allem Respekt, der Gegner war heute nicht übermächtig, aber wir haben es ihnen einfach zu einfach gemacht, ihre Tore zu schießen.“ Gerade dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch seine Analyse: Rabenstein musste nicht außergewöhnlich viel investieren, weil Oberndorf zu oft selbst mitgeholfen hat.
Trotz der vier Gegentore nahm Saric aus dem Spiel auch einen Punkt mit, an dem seine Mannschaft anknüpfen kann. „Positiv ist natürlich, dass wir nach jedem Rückstand zurückgekommen sind“, sagte er. Vor allem nach dem 2:2 habe er seine Mannschaft näher am 3:2 gesehen als den Gegner. Dass am Ende trotzdem nichts Zählbares mitging, lag für ihn am fehlenden „letzten Punch“, an Details, an Kleinigkeiten, an zu wenig Einfachheit und Tempo im Spiel. Seine Schlussbewertung fiel entsprechend nüchtern aus: „Es war keine katastrophale Leistung, aber wir haben es dem Gegner heute einfach zu einfach gemacht.“ Für Oberndorf, das nach fünf Runden bei sieben Punkten hält, ist die Richtung damit klar: Das Comeback nach Rückständen war da, die einfachen Fehler müssen aber rasch weniger werden, wenn solche Spiele nicht wieder kippen sollen.