In der Gebietsliga West hat FC Leonhofen am Samstag bei USC kaschütz Rohrbach einen klaren 5:0-Auswärtssieg eingefahren. Trainer Joachim Koll sah seine Mannschaft von Beginn an am Drücker, sprach von viel Kontrolle und wenig zugelassenen Chancen. Vor allem das 2:0 kurz nach der Pause war für ihn der Punkt, an dem die Partie endgültig in Leonhofner Richtung lief. Auch die Höhe des Ergebnisses ging für ihn in Ordnung.

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Dass die Gäste an diesem Abend den Ton angeben wollten, war aus Sicht ihres Trainers sofort zu sehen. Koll sagte nach dem Spiel: „Grundsätzlich haben wir ab der ersten Minute das Spiel unter Kontrolle gehabt.“ Dazu passte auch seine Schilderung der Anfangsphase, in der Leonhofen früh gefährlich wurde. „Wir haben in den ersten fünf Minuten schon zwei ganz gute Torchancen gehabt“, so der Trainer. Rohrbach war nach seiner Einschätzung zwar „zu Beginn schon sehr mutig und auch bemüht“, doch Leonhofen blieb über weite Strecken das aktivere Team. Koll sah seine Mannschaft in jeder Phase präsenter, entschlossener und insgesamt einfach näher am Spiel.
Zur Pause stand es 0:1, und auch dieser Zwischenstand passte zu dem Bild, das der Leonhofner Trainer zeichnete. In der 39. Minute sorgte Marcel Schiller für die Führung der Gäste, nachdem Leonhofen aus seiner Überlegenheit davor noch zu wenig Zählbares gemacht hatte. Koll ließ aber keinen Zweifel daran, wie er die ersten 45 Minuten einordnete: „Rohrbach hat in der ersten Halbzeit über einen Eckball eine Torchance gehabt, aber sonst haben wir das Spiel über 90 Minuten bestimmt.“ Gerade dieser Hinweis zeigt, worauf Leonhofen Wert gelegt hatte. Die Gäste wollten das Spiel nicht nur nach vorne anschieben, sondern hinten auch wenig zulassen, und genau das sah ihr Trainer weitgehend umgesetzt.
Die Szene, die das Spiel für Koll endgültig entschied, folgte gleich nach dem Seitenwechsel. In der 48. Minute erhöhte Fabian Gansberger auf 0:2, und genau dieser Treffer war für den Leonhofner Coach der Moment, an dem die Richtung klar war. „Ab dem 2:0 war uns klar, dass wir das Spiel gewinnen werden“, sagte Koll. Besonders die Entstehung des zweiten Treffers hob er hervor: „Das 2:0 war eine super Aktion über die Seite, bei der Fabian Gansberger überragend das Tor erzielt hat.“ Leonhofen blieb danach am Drücker und legte rasch nach. Marcel Koll stellte in der 54. Minute auf 0:3, in der Schlussphase schraubte Niklas Funiak das Ergebnis auf 0:4, ehe Dominik Koll in der Nachspielzeit den 5:0-Endstand fixierte.
Den Hauptgrund für den klaren Auswärtssieg machte Joachim Koll vor allem in der Haltung seiner Mannschaft aus. „Wir waren in den Zweikämpfen giftiger. Wir waren aggressiver gegen den Ball“, erklärte er, und genau damit beschrieb er den Unterschied sehr treffend. Leonhofen wollte dieses Spiel unbedingt, auch das sprach der Trainer offen an: „Jeder hat gewusst, dass das ein wichtiges Spiel für uns ist.“ Trotz des deutlichen Erfolgs sieht er weiter Arbeit auf seine Mannschaft zukommen. „Es gibt noch Punkte, die wir verbessern müssen. Aber wir haben schon sehr, sehr viele Sachen richtig gut gemacht“, sagte Koll. Strittige Szenen habe es keine gegeben, die Leistung des Schiedsrichters sei „in Ordnung“ gewesen. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt ohnehin nicht, denn in dieser Woche wartet mit dem Derby gegen Oberndorf schon die nächste Aufgabe, auf die sich Leonhofen laut seinem Trainer „richtig freut“.