In der Gebietsliga West hat SV Weichberger Oberndorf dem Spitzenreiter SVU IPC-Road Mauer Öhling beim 1:1 einen Punkt abgenommen. Nach der Pausenführung durch Jonas Biber glich Gregor Schuller in der zweiten Hälfte aus. Oberndorf-Trainer Ivan Saric sah einen intensiven Fight, in dem seine Mannschaft vor allem mit Disziplin gegen den Ball und einer klaren Ausrichtung gegen Mauers Umschaltspiel überzeugte.

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Von Beginn an war zu sehen, dass Oberndorf die Partie bewusst anders anlegte, als es gegen viele andere Gegner vielleicht nötig wäre. Saric erklärte nach dem Spiel, dass seine Mannschaft etwas tiefer stand, sehr kompakt verteidigte und Mauer damit genau jene Räume nahm, die der Tabellenführer im Umschaltspiel so gerne findet. „Wir haben gewusst, dass Mauer sehr gut im Umschaltspiel ist. Wir haben das Spiel heute ein bisschen anders angelegt und meine Mannschaft hat das sehr gut gemacht“, sagte der Trainer. Gerade in der ersten Halbzeit sei das gut zu erkennen gewesen, weil Oberndorf gegen den Ball sehr sauber arbeitete und den Gästen nur wenig Platz ließ. Die Führung vor der Pause passte daher auch zu Sarics Einschätzung des Spielverlaufs. In der 40. Minute brachte David Kopatz den Ball aus dem Halbraum zur Mitte, Jonas Biber köpfte gegen die Laufrichtung des Tormanns zum 1:0 ein. „Das war ein schönes Tor“, sagte Saric, der diesen Treffer als Belohnung für eine starke erste Hälfte seiner Mannschaft sah.
Mit dem 1:0 im Rücken ging Oberndorf mit einem guten Gefühl in die Kabine, doch nach dem Seitenwechsel verschob sich das Spiel laut Saric mehr in Richtung der Gäste. Der Oberndorf-Coach machte keinen Hehl daraus, dass die zweite Halbzeit eher an Mauer ging. Vor allem eine rund 15-minütige logische Druckphase der Gäste verlangte seiner Mannschaft viel ab, auch wenn Saric betonte, dass seine Elf über die gesamte Spielzeit gut verteidigt habe. In diese stärkere Phase der Gäste fiel schließlich auch der Ausgleich: Gregor Schuller traf in der 70. Minute zum 1:1. Dass die Partie am Ende dennoch nicht in einen offenen Schlagabtausch kippte, hatte für Saric einen klaren Grund. „Es war kein Spiel der vielen großen Möglichkeiten auf beiden Seiten“, sagte er. Jeder habe seine wenigen Chancen gehabt, große Serien an klaren Abschlüssen habe es aber nicht gegeben. Gerade deshalb sprach für ihn vieles dafür, dass die Punkteteilung unterm Strich in Ordnung ging.
Entsprechend fiel der Blick des Trainers nach dem Schlusspfiff weniger auf einzelne Szenen als auf die geschlossene Leistung seiner Mannschaft. Saric lobte vor allem die taktische Disziplin, die Kompaktheit und den Aufwand, den seine Spieler gegen den Ball betrieben. „Wir waren taktisch sehr diszipliniert, kompakt, haben viel Laufarbeit investiert und immer wieder Nadelstiche nach vorne gesetzt“, sagte er. Besonders wichtig war ihm, dass Oberndorf kaum Räume hinter der eigenen Abwehr anbot und damit genau den Plan umsetzte, den man sich für dieses Spiel vorgenommen hatte. „Wir wollten ihnen keine Räume geben, keinen Platz geben, und das ist uns über fast das ganze Spiel sehr gut gelungen“, meinte Saric. Dass dies gegen einen Gegner gelang, der für ihn viel Energie, Leidenschaft und starke Einzelspieler mitbringt, wertete den Punkt zusätzlich auf. Sein Fazit fiel deshalb klar und bodenständig aus: „Gratulation an beide und speziell an meine Mannschaft. Es war ein toller Fight, und in Summe geht das Unentschieden in Ordnung.“