In der Gebietsliga West hat ASK Loosdorf beim SCU Ybbsitz mit 5:1 gewonnen und dabei vor allem nach der Anfangsphase immer besser ins Spiel gefunden. Trainer Christoph Koppensteiner sprach von einer offenen Partie zu Beginn, sah seine Mannschaft danach aber klar zulegen. Vor allem das 3:1 vor der Pause gab den Gästen jenen Vorsprung, auf dem der deutliche Auswärtssieg letztlich aufgebaut war.

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Koppensteiner erlebte zunächst genau jene Partie, die er erwartet hatte. „Es war von Anfang an eine offene Partie“, sagte der Loosdorf-Trainer nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft erwischte den besseren Start und ging in der 7. Minute durch Daniel Rapavý mit 1:0 in Führung. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht. Nach 13 Minuten stellte Michael Berger auf 1:1, wobei Koppensteiner den Ausgleich als unglücklich beschrieb, weil eine Freistoßflanke von der Seite noch abgefälscht ins lange Eck ging. In der ersten Viertelstunde sah er Ybbsitz sogar etwas besser im Spiel. Danach verschob sich die Partie aber immer mehr auf die Seite der Gäste. Hemad Akbari brachte Loosdorf in der 27. Minute wieder in Front, nur drei Minuten später legte Marco Moser das 3:1 nach. So ging es mit einer klaren Führung für die Gäste in die Pause.
Mit diesem Doppelschlag vor der Halbzeit hatte Loosdorf das Spiel in die richtige Richtung gezogen, auch wenn Koppensteiner den zweiten Durchgang keineswegs kleinreden wollte. „Mit dem 3:1 hatten wir einen kleinen Polster“, sagte er, verwies aber gleichzeitig auf die Phase nach dem Seitenwechsel. In den ersten 15 bis 20 Minuten hatte Ybbsitz mehr vom Spiel und versuchte, noch einmal heranzukommen. Der Loosdorf-Trainer wusste, dass ein Anschlusstreffer die Partie noch einmal eng machen hätte können. Genau deshalb war er mit dem Auftreten seiner Mannschaft in dieser Phase zufrieden. „Wir waren defensiv gut organisiert“, sagte Koppensteiner. Dazu kam ein starker Rückhalt im Tor, denn die Schüsse, die auf den Kasten kamen, wurden laut dem Trainer gut entschärft. Als Tomas Salata in der 83. Minute das 4:1 erzielte, war die Partie endgültig entschieden. Den Schlusspunkt setzte Patrik Chrenko in der Nachspielzeit mit dem 5:1.
Bemerkenswert war aus Loosdorfer Sicht weniger ein einzelner Moment als die Art, wie die Mannschaft nach der ausgeglichenen Anfangsphase immer mehr Kontrolle bekam. Koppensteiner wollte den Erfolg deshalb auch nicht an einem bestimmten Treffer festmachen. „Alle Tore waren wichtig“, sagte er, betonte aber gleich danach, dass ihm etwas anderes fast noch besser gefallen habe. „Wir haben über weite Strecken einen guten Fußball gezeigt.“ Gerade im eigenen Ballbesitz sah er einige saubere Aktionen und gute spielerische Lösungen, auch wenn nicht jede dieser Situationen direkt zu einem Tor führte. Genau dort sieht der Trainer auch den Weg seiner Mannschaft. „Unser Ziel ist, dass wir mit dem Ball noch kreativer werden und noch bessere Lösungen finden“, erklärte er. Dass das in den vergangenen Wochen bereits besser funktioniere als noch am Anfang der Saison, war für ihn ein zentraler Punkt an diesem Abend. Der klare Sieg war daher nicht nur wegen des Resultats wichtig, sondern auch wegen der Art und Weise.
Entsprechend positiv fiel am Ende auch das Gesamturteil des Trainers aus. „Wir waren spielerisch gut, wir waren gut in den Zweikämpfen und wir haben die nötige Laufarbeit verrichtet“, fasste Koppensteiner zusammen. Gerade diese Mischung habe es gegen einen Gegner gebraucht, den er ausdrücklich lobte. Ybbsitz sei eine Mannschaft, die immer wieder spielerische Lösungen suche, nur wenige hohe Bälle schlage und versuche, technisch guten Fußball auf den Platz zu bringen. Auch die Offensive der Gastgeber hob er hervor. Umso mehr freute ihn, dass Loosdorf dieses Match am Ende so klar gewinnen konnte. Mit 14 Punkten bleibt Loosdorf nach sieben Runden in der Spitzengruppe der Gebietsliga West. Gleichzeitig machte der Trainer klar, dass der 5:1-Erfolg nicht dazu führt, dass man sich zurücklehnt. „Verbessern kann man sich in allen Bereichen“, sagte Koppensteiner. Genau daran wolle seine Mannschaft auch in den kommenden Trainingswochen weiterarbeiten.