Spielberichte

„Mit dem 2:1 war alles klar“ – Gottsdorf dreht das Spiel nach der Pause

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ASV Statzendorf
SV Gottsdorf

In der Gebietsliga West hat ASV Statzendorf gegen SV Gottsdorf/M./P. trotz Führung mit 1:3 verloren. Fabian Riedler sah seine Mannschaft vor allem in den ersten 25 Minuten und nach der Pause im Vorteil, auch wenn der Gegentreffer die Gäste kurz aus dem Rhythmus brachte. Spätestens mit dem 2:1 war für den Gottsdorf-Trainer klar, dass die Partie endgültig auf die Seite seiner Elf kippt.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

Foto von RF._.studio _ bei Pexels

Starker Beginn, Rückstand und doch noch der Ausgleich vor der Pause

Aus Sicht von Fabian Riedler begann die Partie genau so, wie er sich das vorgestellt hatte. „Die ersten 25 Minuten waren klar auf unserer Seite. Wir haben Statzendorf offensiv wie defensiv gut im Griff gehabt“, sagte der Trainer von Gottsdorf nach dem Auswärtssieg. Gerade deshalb war das 1:0 für die Gastgeber durch Benjamin Köttstorfer mitten in der ersten Halbzeit ein Rückschlag, den Riedler auch klar ansprach. „Leider war der Gegentreffer beim ersten richtig guten Angriff des Gegners ein kleiner Rückschlag, auch wenn das sehr gut ausgespielt war“, meinte er. Danach hatte Statzendorf eine Phase, in der die Heimischen besser ins Spiel fanden und Gottsdorf laut Riedler „15 Minuten größere Probleme“ hatte. Noch vor der Pause holten sich die Gäste aber wieder mehr Kontrolle zurück. Das zeigte sich auch auf der Anzeigetafel, denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Andreas Dörr zum 1:1. Für Riedler war das ein verdienter Ausgleich, weil seine Mannschaft gegen Ende der ersten 45 Minuten wieder mehr Zugriff hatte und damit die richtige Antwort auf die stärkere Phase des Gegners gab.

Die Partie hing kurz in der Luft, dann schlug Hucko doppelt zu

Nach dem Seitenwechsel sah Riedler seine Mannschaft wieder klar im Vorteil. „Die zweite Halbzeit war von Anfang an auf unserer Seite“, sagte er, und genau in dieser Phase entwickelte sich jener Abschnitt, den der Gottsdorf-Trainer später als Schlüssel zum Sieg bezeichnete. Vor dem Führungstreffer der Gäste gab es zunächst noch eine große Chance für Gottsdorf, die ungenutzt blieb. Im direkten Gegenzug kam Statzendorf selbst zu einer Riesenmöglichkeit, bei der der Ball an die Latte und anschließend ins Aus ging. Riedler ordnete diese Szene offen ein: „Wenn Statzendorf hier das 2:1 erzielt, dann wird es richtig schwierig für uns.“ Stattdessen kippte die Partie kurz darauf endgültig auf die Seite der Gäste. Thomas Hucko traf in der 75. Minute zum 2:1 und legte nur zwei Minuten später das 3:1 nach. Genau dieser Doppelschlag war für Riedler die Entscheidung. „Mit dem 2:1 war alles klar“, sagte er, weil er seine Mannschaft gegen den Ball als zu stabil und dominant empfand, um Statzendorf danach noch einmal richtig ins Spiel kommen zu lassen.

Gottsdorf hatte mit Ball die besseren Phasen, Riedler will aber mehr Konstanz

Dass der Sieg aus Sicht des Trainers in Ordnung ging, begründete Riedler nicht nur mit den Toren nach der Pause, sondern vor allem mit der Art, wie seine Mannschaft über weite Strecken gespielt hat. „Ganz klar war unsere größte Stärke heute im Ballbesitz“, erklärte er. Gottsdorf habe den Gegner immer wieder in Bewegung gebracht, die Bälle sauber verteilt und sich gerade rund um den Strafraum gute Situationen erarbeitet. Gleichzeitig verschwieg Riedler nicht, dass beim letzten Pass und im Abschluss noch Luft nach oben bleibt. „Leider hatten wir Probleme mit der Chancenverwertung beziehungsweise damit, in die richtige Position im Sechzehner zu kommen“, sagte er. Auch den Gegner beschrieb er als unangenehm, weil Statzendorf tief stand, oft mit hohen und langen Bällen arbeitete und vorne mit drei Spielern auf die zweiten Bälle lauerte. Strittige Szenen gab es laut Riedler keine, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden. Ganz zufrieden war der Gottsdorf-Coach trotzdem nicht, weil ihm die Schwankungen im Spiel seiner Mannschaft noch zu groß sind. „Wir müssen über 90 Minuten stabil sein. Wenn wir das hinbekommen, werden wir für jeden Gegner in dieser Liga unangenehm“, sagte Riedler. Genau dieser Satz war nach dem 3:1 in Statzendorf wohl die treffendste Zusammenfassung eines Abends, an dem Gottsdorf viel richtig machte, sich aber noch nicht am Ende seiner Entwicklung sieht.

Gebietsliga West: Statzendorf : Gottsdorf - 1:3 (1:1)

  • 77
    Thomas Hucko 1:3
  • 75
    Thomas Hucko 1:2
  • 47
    Andreas Dörr 1:1
  • 24
    Benjamin Köttstorfer 1:0