In der Gebietsliga West hat sich FC Leonhofen am Samstag mit einem 1:1 gegen SV Weichberger Oberndorf getrennt. Nach dem 0:1 zur Pause lief Leonhofen lange einem Rückstand nach, ehe Marcel Schiller in der 73. Minute noch ausglich. Trainer Joachim Koll sprach danach von einem ausgeglichenen Spiel, in dem sein Team trotz einiger Ausfälle kompakt blieb und sich mit dem Punkt unterm Strich anfreunden konnte.

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Joachim Koll musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er diese Partie einordnet. „In Summe war es ein ausgeglichenes Spiel“, sagte der Leonhofen-Trainer, und genau in diese Richtung lief der Nachmittag auch. Seine Mannschaft hatte nach seiner Einschätzung in der ersten Halbzeit „sicher die ein oder andere bessere Chance gehabt“, ohne sich dafür zu belohnen. Koll erinnerte dabei an eine sehr gute Möglichkeit durch Dominik Koll. In der 27. Minute gingen dann aber die Gäste in Führung, als Blaz Udovcic das 0:1 für Oberndorf erzielte. Dazu kam aus Leonhofner Sicht noch eine Szene, die hängen blieb: Ein eigener Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. „Das Tor, das wir erzielt haben, war sehr an der Grenze“, meinte Koll zu dieser Entscheidung, die sein Team zusätzlich ärgerte.
Nach der Pause hatte Oberndorf zunächst die besseren Möglichkeiten, und das sprach der Leonhofen-Coach auch klar an. „Nach der Halbzeit haben wir ein bisschen das Glück auf unserer Seite gehabt“, sagte Koll, weil die Gäste in dieser Phase gute Chancen auf das 2:0 hatten. Vor allem Christopher Schulz rückte dabei in den Mittelpunkt. „Der hat uns im Spiel gehalten“, betonte Koll über seinen Schlussmann, der laut Trainer „überragend gehalten“ habe. Genau das war für Leonhofen in dieser Phase entscheidend, denn ohne diese Paraden wäre das Spiel wohl anders weitergelaufen. So blieb die Partie offen, und die Gastgeber konnten sich noch einmal heranarbeiten. In der 73. Minute fiel dann der Ausgleich durch Marcel Schiller, den Koll als Ergebnis „einer durchaus guten Aktion“ beschrieb.
Dass Leonhofen diesen Punkt am Ende mitnahm, hatte für den Trainer viel mit dem Auftritt der gesamten Mannschaft zu tun. „Wir haben doch einige Ausfälle und gesperrte Spieler, aber im Kollektiv waren wir sehr, sehr gut, sehr kompakt“, sagte Koll, der seine Elf trotz der schwierigen personellen Lage ordentlich organisiert sah. Gleichzeitig machte er aber auch klar, wo vielleicht noch mehr möglich gewesen wäre. „Die ein oder andere Chance hätten wir vielleicht besser fertigspielen können, aber der Gegner war in der Defensive sehr kompakt.“ Auch Oberndorf stufte er insgesamt als „sehr guten Gegner“ ein. Gesprächsstoff gab es aus Leonhofner Sicht trotzdem noch, weil neben dem aberkannten Treffer auch eine späte Elfmeterszene für Diskussionen sorgte. „Da kann man schon diskutieren“, meinte Koll, ohne daraus ein großes Thema zu machen. Seine Schlusslinie blieb eindeutig: „In Summe ist es ein gerechtes X.“ Mit dem 1:1 hält Leonhofen bei 14 Punkten und bleibt damit in der Gebietsliga West auf Rang fünf.