In der 1. Klasse Mitte setzte sich der ASK Weppersdorf bei der SPG Rabnitztal klar mit 6:2 durch. Der Spitzenreiter legte mit drei Treffern in den ersten neun Minuten einen Blitzstart hin und brachte den Auswärtssieg souverän ins Ziel. Co-Trainer Lorandt Schuller sprach von einer abgeklärten Vorstellung und hob die Effizienz vorne hervor. „Die ersten zehn Minuten haben alles entschieden“, sagte er nach dem Spiel – und lobte zugleich einen Gegner, der „nie aufgegeben“ habe.

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Weppersdorf erwischte den Traumstart, den sich jede Auswärtsmannschaft wünscht. Schon in der 2. Minute stellte David Gera auf 0:1, ehe Andreas Krutzler nur drei Minuten später nachlegte. In Minute 9 traf Gera erneut – 0:3 nach nicht einmal zehn Minuten, der Ton für den Abend war gesetzt. „Wir sind sehr gut gestartet. Nach acht, neun Minuten haben wir 3:0 geführt. Da war das Spiel im Grunde gelaufen“, erklärte Lorandt Schuller. Rabnitztal suchte die Antwort und kam in dieser Phase auch zu gefährlichen Momenten; Schuller sprach dabei von einem „strittigen Elfmeter“. Zählbares gab es für die Hausherren in der 20. Minute, als György Nyari zum 1:3 traf. Weppersdorf blieb aber ruhig, kontrollierte die Partie und stellte durch Martin Gosztola in der 33. Minute den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Mit dem 1:4 ging es in die Kabinen.
Nach der Pause probierten die Gastgeber noch einmal alles und verkürzten in Minute 52 durch Balazs Vidak auf 2:4. Ein kurzer Wackler wurde es für Weppersdorf aber nicht. „Von der ersten Minute bis zum Schluss hatten wir im Prinzip alles unter Kontrolle“, betonte Schuller und verwies auf die Kaltschnäuzigkeit seiner Offensive. Nur acht Minuten nach dem Anschlusstreffer stellte Manuel Renner auf 2:5, damit war der Widerstand endgültig gebrochen. „Sehr gut hat unsere Chancenauswertung funktioniert, die Ruhe vor dem Tor – vor allem am Anfang. Und nach dem 3:0 sind wir nicht ins Schwimmen geraten wie letzte Woche nach dem 2:0“, sagte der Co-Trainer. In der Schlussphase blieb der Tabellenführer am Drücker und setzte in Minute 88 durch Simon Raab den Schlusspunkt zum 2:6. Weppersdorf nutzte die Chancen eiskalt und ließ hinten wenig zu.
Trotz des deutlichen Resultats fand Schuller respektvolle Worte für Rabnitztal. „Egal wie das Resultat war, sie haben keine Minute aufgegeben. Sogar beim 6:2 haben sie versucht, Fußball zu spielen. Das ist eine sehr gut eingestellte Mannschaft, die nie aufgibt“, sagte er. Ganz ohne Diskussionsstoff kam die Partie aus seiner Sicht aber nicht aus. Schuller monierte eine Szene beim Stand von 0:3, als David Gera gestoppt wurde: „Für mich war das eine klare Rote. Es gab nur Freistoß, nicht einmal Gelb.“ Zudem sprach er von einem aus seiner Sicht regulären Tor vor der Pause, das aber aberkannt wurde, sowie einer Gelben Karte gegen den eigenen Kapitän nach einer Nachfrage beim Unparteiischen. Seine Bewertung blieb dennoch gelassen: „Es war insgesamt eine faire Partie, beide Teams haben Fußball gespielt.“
Mit dem Auswärtssieg untermauerte Weppersdorf seine Topform und bleibt nach 25 Runden mit 62 Punkten an der Spitze. Der Vorsprung auf Verfolger Forchtenstein beträgt drei Zähler, Rabnitztal hält als Siebenter bei 36 Punkten. Entscheidend für den nächsten Dreier war laut Schuller die Konsequenz in der Offensive: „Wir waren viel effektiver im Angriff. Wir haben hinten wenig Räume angeboten und auf der anderen Seite unsere Möglichkeiten super ausgenützt.“ Für den Tabellenführer war es ein Sieg mit klarer Handschrift: schneller Start, konzentrierte Arbeit in beiden Strafräumen und die richtige Antwort auf jede Phase des Spiels. Oder wie der Co-Trainer es zusammenfasste: „Im Großen und Ganzen hat heute alles gepasst.“