Spielberichte

Vinko Kopic (Trainer SV Antau): „Unser Oldie hat den Umschwung gebracht“

SV Antau
ASK Stoob

In der 1. Klasse Mitte gewann der SV Antau sein Heimspiel gegen den ASK Stoob mit 2:0. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte entschieden zwei Treffer nach der Pause die Partie: Mario Hötschl traf zum 1:0, Andreas Gold legte nach. Trainer Vinko Kopic sprach von wenigen Chancen und lobte einen Routinier, der mit zwei Toreinleitungen für den Umschwung in der Offensive sorgte und maßgeblich zum Heimsieg beitrug.


Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Zäher Beginn, Geduld bis zur Führung

Es war über weite Strecken das erwartete enge Duell zweier Teams aus dem Tabellenmittelfeld. „Es war eine ausgeglichene Partie, wo es bis zur sechzigsten Minute nie so richtig ausgesehen hat, dass irgendwer gefährlich wird“, schilderte Vinko Kopic den zähen Beginn. Für den Antau-Coach war schnell klar, dass Kleinigkeiten entscheiden: „Das war so ein Spiel: Wer das erste Tor schießt, der gewinnt.“ Genau dieses erste Tor fiel kurz vor der Stundenmarke: In Minute 59 schaltete Antau schnell um, spielte zielstrebig nach vorne und Mario Hötschl blieb vor dem Tor eiskalt – „dann stand Mario allein vorm Tor und hat eiskalt getroffen“, so Kopic. Mit der Führung im Rücken löste sich spürbar die Handbremse, Antau hatte nun mehr vom Spiel und suchte konsequent das zweite Tor.

Doppelschlag nach der Pause und frischer Schwung von der Bank

Antau blieb nach dem 1:0 am Drücker und legte nur sechs Minuten später nach. In der 65. Minute stellte Andreas Gold auf 2:0. Der Angriff lief in schnellen Direktpässen, ehe Mario Hötschl noch einmal auflegte und Gold vollendete – „eine sehr, sehr starke Kombination in One-Touch-Manier, am Ende musste Andi nur mehr ins leere Tor schieben“, beschrieb Kopic die Szene zufrieden. Besonderes Lob verteilte der Coach an einen Routinier, der von der Bank kam und sofort Wirkung zeigte: „Er hat den kompletten Umschwung gebracht, was die Offensive betrifft, und war mit zwei Toreinleitungen sehr stark am Sieg beteiligt.“ In dieser Phase passte für die Antauer vieles zusammen: vorne konsequent, hinten abgeklärt – der Heimsieg nahm greifbare Formen an.

Stoob mit Topchance, stabile Antau-Defensive und ein klarer Schlussakkord

Ganz ohne Zittern ging es aber nicht. Kopic hatte den Gegner zuvor genau beobachtet und zollte Respekt: „Stoob ist keine schlechte Mannschaft. Vor allem nach dem Trainerwechsel haben sie einen guten Umschwung gebracht.“ Rund um die 55./60. Minute sah er die wohl gefährlichste Szene der Gäste: „Wenn sie da das Tor machen, schaut das ganze Spiel anders aus. Da hatten wir sehr, sehr viel Glück.“ Umso höher bewertete er die Arbeit seiner Hintermannschaft: „Der Defensive darf ich über neunzig Minuten nichts vorwerfen. Die haben das wirklich sehr gut gemacht.“ Offensiv brauchte sein Team etwas Anlauf, „aber ab der zweiten Halbzeit ist mehr Schwung reingekommen.“ Diskussionsstoff bot eine sehr harte frühe Aktion von Stoobs Jan Koller, die der Trainer streng sah: Für ihn wäre sogar Rot möglich gewesen, der Unparteiische beließ es bei einer Ermahnung – „im Großen und Ganzen war es danach aber eine gute Leistung vom Schiedsrichter“, hielt Kopic fest. Der entscheidende Unterschied lag für ihn am Ende „in der Ruhe im letzten Drittel“ und im besseren Ausspielen der Chancen nach der Pause: „Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht, und da bin ich stolz auf die Mannschaft.“ Fakten sprechen dazu: Antau steht mit 31 Punkten auf Rang 10, Stoob folgt mit 29 Zählern auf Platz 11 – der 2:0-Heimsieg gibt Kopic und seinem Team Rückenwind für die kommenden Aufgaben.

1. Klasse Mitte: Antau : Stoob - 2:0 (0:0)

  • 65
    Andreas Gold 2:0
  • 59
    Mario Hötschl 1:0