In der 1. Klasse Mitte lieferten sich der SC Unterfrauenhaid und der SV Loipersbach ein wildes 3:3, das zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten bot. Loipersbach führte zur Pause 3:0, Unterfrauenhaid glich in der Schlussphase aus. „Wir waren in der ersten Halbzeit richtig gut, haben aber nach dem 3:1 die Nerven verloren“, sagte Gästecoach Manfred Schaffer. Am Ende stand ein Remis, das beide Seiten einordnen mussten – zwischen verpasstem Auswärtssieg und großem Heimcomeback.

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Loipersbach erwischte den Traumstart. Früh waren die Gäste das aktivere Team, spielten geradlinig und nutzten die ersten Möglichkeiten eiskalt. Nino Schmidt stellte bereits in Minute 9 auf 0:1, Sandro Sedlatschek legte in der 17. Minute nach, und kurz vor der Pause erhöhte Milan Csicsvari in der 43. Minute auf 0:3. „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet. Ich denke, dass Unterfrauenhaid uns ein wenig unterschätzt hat“, erklärte Manfred Schaffer und ergänzte: „Wir hätten sogar noch mehr Chancen nutzen können.“ Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie ein anderes Gesicht: Michael Kautz brachte Unterfrauenhaid in der 58. Minute zurück, Mark Nemeth (67.) verkürzte weiter, und Dominik Bence Szemere setzte in der 77. Minute den Ausgleich zum 3:3. „Nach dem 3:1 sind wir nervös und hektisch geworden, die Räume wurden zu groß“, so Schaffer.
Schaffer sprach offen über die Bruchstelle. „Das war das 3:1, da ist das Spiel gekippt. Wir hätten das mit Ruhe nach Hause spielen müssen – locker verteidigen, ein bisschen auf Zeit spielen, nicht ständig anpressen.“ Aus seiner Sicht passte in dieser Phase die Abstimmung nicht. Der Coach ärgerte sich weniger über einzelne Fehler als über die Summe: „Es war eine Aneinanderreihung von Eigenfehlern beim Verteidigen. Wir haben nicht mehr als Mannschaft agiert, die Räume waren einfach zu groß.“
Für zusätzliche Würze sorgte eine Szene, die Loipersbach aus Schaffers Sicht ein weiteres Tor gebracht hätte. „Es wurde uns ein Abseitstor aberkannt, das hätte zählen müssen“, meinte der Trainer, fügte jedoch an: „Wenn der Schiedsrichter so pfeift, muss man es akzeptieren.“ Fair blieb seine Einordnung des Resultats: „Unterfrauenhaid hätte am Ende auch noch das 4:3 machen können. So ist das 3:3 vertretbar. Wenn wir ein 3:0 herschenken, brauchen wir keinen Punkten nachtrauern, dann haben wir einen Sieg nicht verdient.“ Nach Abpfiff, so Schaffer, wurde es noch einmal hitzig: Er sprach von einer Rudelbildung, die aus seiner Sicht „unnötig“ war. In der Tabelle bleibt Unterfrauenhaid mit 40 Punkten auf Rang fünf vorn dabei, Loipersbach nimmt mit 35 Zählern Platz acht ein. Für die Gäste ist es ein Zähler mit gemischten Gefühlen – und ein klarer Auftrag für die kommende Woche: die starke erste Halbzeit konservieren, ruhiger bleiben, Chancen konsequenter verwerten.