Spielberichte

Uns haben Mut, Kampf, Ehrgeiz gefehlt – Kopic ordnet Antaus 0:3 in Nikitsch ein

SPG Nikitsch/ Kr. Minihof
SV Antau

In der 1. Klasse Mitte verabschiedete sich der SV Antau mit einem 0:3 bei der SPG Nikitsch/ Kr. Minihof aus der Saison. Früh lag Antau hinten, zur Pause stand es 0:2, am Ende setzte Nikitsch den Schlusspunkt. Trainer Vinko Kopic sprach von einem verschlafenen Auftritt und einer spürbar langen Saison, lobte aber den starken Gegner – und fand mit dem 15-jährigen Debütanten Marvin Müllner zumindest einen Lichtblick.


Torwart greift zur Trinkflasche

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Früher Dämpfer, Nikitsch bestimmt den Takt

Das Saisonfinale begann denkbar unglücklich für die Gäste: Schon in Minute 3 traf Martin Kondor zum 1:0, Antau musste sofort hinterherlaufen. „Wir sind falsch reingekommen, gewisse Spieler wollten sich nicht mehr quälen“, sagte Trainer Vinko Kopic offen. Nikitsch blieb das aktivere Team und legte nach einer guten halben Stunde nach – erneut war Kondor zur Stelle und stellte in der 35. Minute auf 2:0. „Wir haben das letzte Match einfach komplett verschlafen“, hielt Kopic fest.

Auch nach der Pause fand Antau nicht den nötigen Zugriff, die Hausherren blieben klar am Drücker. Spät machte Andras Horvath mit dem 3:0 in Minute 80 endgültig alles klar. Der Pausenstand von 2:0 spiegelte die Kräfteverhältnisse wider, am Ende stand ein verdienter Heimsieg – eine Einschätzung, die auch der Antau-Coach teilte: „Mit dem heutigen Auftritt hätten wir uns nicht einmal einen Punkt verdient.“

Kopic wird deutlich: Einstellung, verpasste Vorgaben und Ausfälle

In seiner Analyse nahm Kopic seine Mannschaft klar in die Pflicht. „Uns haben Mut, Kampf, Ehrgeiz gefehlt“, sagte er und verwies zugleich auf Spuren der langen Saison: „Man hat es gemerkt.“ Besonders ärgerte ihn die Entstehung des zweiten Gegentreffers: „Das zweite Tor war der Knackpunkt. Wir haben in der Kabine besprochen, wie Nikitsch spielt. Der Gegner hat das acht-, neunmal genau so aufgezogen – und fünfmal wurde es gefährlich. Ich verstehe nicht, warum wir das nicht aufnehmen.“ Zwar fehlten dem SV Antau gleich acht Kampfmannschaftsspieler, doch Kopic wollte sich nicht dahinter verstecken: „Es haben uns acht Spieler gefehlt, aber trotzdem kann man anders auftreten.“ Auch die Körpersprache passte aus seiner Sicht nicht. „Von taktisch bis zum Auftritt meiner Burschen – es war nicht gut und hat nicht gereicht“, fasste er die Enttäuschung zusammen. Den Kontrast zum jüngsten Auftritt brachte er auf den Punkt: „Das letzte Stück, das wir gegen Geresdorf gezeigt haben, haben wir diese Woche nicht gezeigt.“

Lob für Nikitsch, Debüt mit 15 und der Blick nach vorn

Bei allem Ärger über die eigene Leistung vergaß Kopic nicht, den Gegner zu würdigen. „Nikitsch war spielerisch extrem stark: zwei Kontakte, annehmen, weiterspielen, Spielverlagerungen – sie haben unsere verschlafenen Momente ausgenutzt“, sagte er. Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Sie haben verdient diese drei Tore gemacht und verdient 3:0 gewonnen.“ Auch zum Schiedsrichterteam äußerte er sich, ohne Ausreden zu suchen: „Es hat viele strittige Situationen gegeben. Wir können froh sein, der Schiedsrichter hat vieles für uns laufen lassen. Er hätte manches auch für Nikitsch pfeifen müssen.“ Einen positiven Moment nahm er dennoch mit: „Besonders war, dass Marvin Müllner mit 15 Jahren sein Startelfdebüt gegeben hat – und das verdient.“

In der Endabrechnung steht Nikitsch mit 65 Punkten als starker Dritter da, Antau beendet die Runde mit 38 Zählern auf Rang elf. Kopic blickt dankbar und zugleich kämpferisch voraus: „Wir haben heuer ohne Legionäre gespielt – das ist top. Danke an alle Spieler, Funktionäre, Fans und Gönner. Wir greifen nächstes Jahr gut an, sind gut vorbereitet und wollen eine gute Rolle spielen.“

1. Klasse Mitte: Nikitsch/ Kr. Minihof : Antau - 3:0 (2:0)

  • 80
    Andras Horvath 3:0
  • 35
    Martin Kondor 2:0
  • 3
    Martin Kondor 1:0