Spielberichte

„Stoob war viel effizienter vor dem Tor“ – Tschurndorf bleibt trotz guter zweiter Hälfte ohne Belohnung

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ASK Stoob
ASK Tschurndorf

In der 1. Klasse Mitte musste sich ASK Tschurndorf am Freitag bei ASK Stoob mit 0:2 geschlagen geben. Für die Gäste fühlte sich die Niederlage dennoch nicht wie ein komplett chancenloser Abend an, weil sie sich nach schwierigen Anfangsminuten steigerten und laut Trainer Dominik Gruber vor allem nach der Pause vieles richtig machten. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht die Effizienz. So stand am Ende ein 0:2, das Gruber vor allem an zwei eigenen Fehlern festmachte.


Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Schwieriger Beginn nach der Umstellung

Gruber machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft nicht ideal in die Partie kam. „Die ersten 20 Minuten hatten wir mit der Systemumstellung unsere Probleme“, sagte der Trainer und beschrieb damit genau jene Phase, in der Stoob besser ins Spiel fand. In der 20. Minute schlugen die Gastgeber dann auch zu, als Tobias Trimmel das 1:0 erzielte. Für Tschurndorf war das aber nicht der Punkt, an dem alles auseinanderfiel. „Nach dem Gegentor wurde es besser“, erklärte Gruber. Seine Mannschaft fing sich aus seiner Sicht noch vor der Pause, und in der Kabine wurde dann weiter nachjustiert. „Wir haben in der Halbzeit viel angesprochen und verändert“, sagte er und verwies damit auf die Reaktion, mit der die Gäste nach dem Rückstand noch einmal Ordnung und Stabilität in ihr Spiel bringen wollten.

Nach der Pause mehr Zugriff, aber das 0:2 sitzt

Gerade in der zweiten Hälfte sah Gruber seine Mannschaft dann deutlich besser im Spiel. „Bis auf diesen einen Torschuss, der leider zum 2:0 geführt hat, haben wir in der zweiten Halbzeit eigentlich nichts zugelassen“, sagte er. Dieser eine Abschluss war allerdings folgenschwer, denn in der 64. Minute erhöhte Jan Koller auf 2:0 für Stoob und stellte damit den Endstand her. Bitter war das aus Sicht der Gäste vor allem deshalb, weil sie sich in dieser Phase selbst mehr vorgenommen hatten. „Leider haben wir die Offensive nicht so fertig gespielt, dass wir uns für unsere sehr starke Leistung belohnen konnten“, meinte Gruber. Genau darin sah er den großen Mangel an diesem Abend: Tschurndorf war nach dem Seitenwechsel besser im Spiel, brachte diese bessere Phase aber nicht sauber bis zum Abschluss oder bis zum letzten Ball vor das Tor.

Zwei Fehler, zwei Gegentore

Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften brachte Gruber schließlich auf einen einfachen Nenner. „Einfach die Kaltschnäuzigkeit. Stoob war viel effizienter vor dem Tor“, sagte er. Die Gegentore führte er dabei in erster Linie auf eigene Versäumnisse zurück. „Wir waren im Spielaufbau zu fahrlässig, im Positionsspiel nicht richtig gestanden und auch nicht geordnet genug“, erklärte er. Dazu passte auch seine weitere Einschätzung: „Stoob hat die Chancen eiskalt genutzt, die wir ihm leider zweimal gegeben haben. Einmal haben wir auf der Linie noch geklärt.“ An der Schiedsrichterleistung wollte er die Niederlage ausdrücklich nicht festmachen. „Sehr solide, souverän. Wenn wir jede Woche so einen Schiedsrichter haben, brauchen wir uns keine Sorgen machen“, sagte Gruber und nahm damit einen möglichen Nebenschauplatz sofort aus der Partie.

Trotz Tabellenlage bleibt der Glaube da

Dass Tschurndorf mit weiterhin einem Punkt am Tabellenende bleibt, blendete Gruber nicht aus. „Momentan merkt man einfach, dass wir hinten drin sind in der Tabelle und auch sehr viel Pech haben“, sagte er, legte den Schwerpunkt aber trotzdem nicht auf das Pech allein. Vielmehr sprach er offen darüber, dass seine Mannschaft ihre Gegentore „durch Eigenfehler“ bekomme und vor dem gegnerischen Tor weiter an Durchschlagskraft brauche. „Das ist unser Hauptthema“, sagte er über die fehlende Wucht in der Offensive. Trotzdem klang aus seinen Aussagen keine Resignation. Gruber betonte, dass die Mannschaft hinter ihm und dem System stehe und dass er selbst erst seit zwei Wochen in der Verantwortung sei. Sein Ausblick fiel daher trotz der Niederlage klar aus: „Wir werden in den kommenden Wochen sicher unsere Punkte einfahren und die Jungs werden sich sicher mit Toren und Punkten belohnen.“

1. Klasse Mitte: Stoob : Tschurndorf - 2:0 (1:0)

  • 64
    Jan Koller 2:0
  • 20
    Tobias Trimmel 1:0