In der 1. Klasse Mitte hat die SPG Nikitsch/ Kr. Minihof beim Sportclub Dörfl mit 2:0 gewonnen und dem Tabellenführer auswärts die Punkte abgenommen. Trainer Daniel Pratl sprach nach dem Spiel von einer zunächst unruhigen Anfangsphase, danach aber von einer klar besseren Ordnung. Bendeguz Kovacs brachte die Gäste vor der Pause in Führung, Martin Kondor legte kurz nach dem Seitenwechsel das zweite Tor nach.

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Pratl erlebte eine Partie, die aus seiner Sicht von Beginn an nichts herschenkte. „Das Spiel war von Anfang an heiß umkämpft. Die ersten zehn bis 15 Minuten war es ein Hin und Her, wir waren sehr ungeduldig und nicht ruhig genug“, sagte der Trainer. Genau diese erste Phase war für ihn wichtig, weil seine Mannschaft danach sichtbar ruhiger wurde und besser in die Begegnung fand. „Nach zehn, fünfzehn Minuten haben wir das Spiel besser in den Griff bekommen“, so Pratl. Nach seiner Einschätzung übernahm Nikitsch in der ersten Halbzeit dann zunehmend das Kommando, kam zu vielen Möglichkeiten und belohnte sich schließlich auch mit der Führung. Dass es zur Pause nur 0:1 stand, passte ihm trotzdem nicht ganz, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht schon vorher das zweite Tor hätte machen können.
Der erste Treffer fiel in der 33. Minute, als Bendeguz Kovacs die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Pratl beschrieb den Angriff so, dass ein guter Pass in die Mitte den Treffer einleitete und sein Stürmer die Situation dann sauber löste. „Der Tormann kommt raus und er überhebt ihn schön ins lange Eck“, schilderte er die Szene zum 0:1. Noch vor dem Seitenwechsel sah der Trainer weitere gute Möglichkeiten, sprach auch von gefährlichen Flanken, aus denen das 0:2 hätte entstehen können. Dieses zweite Tor holte seine Mannschaft dann kurz nach Wiederbeginn nach: Martin Kondor traf in der 48. Minute zum 0:2. Für Pratl war das ein ganz wichtiger Zeitpunkt, weil seine Elf damit gleich nach der Pause nachlegte und Dörfl noch stärker unter Druck setzte.
Den wichtigsten Moment des Spiels machte Pratl nicht an einer einzelnen Szene fest, sondern an der Art und Weise, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. „Der wichtigste Moment war, dass wir dagegengehalten haben, die Zweikämpfe angenommen haben, den Spielfluss von Dörfl unterbrochen haben und die langen Bälle gut verteidigt haben“, sagte er. Gerade darin sah er den entscheidenden Unterschied gegen den bisherigen Tabellenführer. Pratl hatte vor dem Spiel zwar großen Respekt vor Dörfl, weil der Gegner als Erster gekommen war und viele Tore erzielt hatte. Im Verlauf der Partie gewann seine Mannschaft aber die Überzeugung, dass der Plan aufgehen kann. „Im Spiel heraus haben wir gewusst: Sie kommen eigentlich nur mit langen Bällen. Wenn wir das gut verteidigen, werden wir auch unsere Chancen haben“, erklärte der Trainer. Nach dem 0:2 kippte die Partie für ihn deshalb vor allem wegen der starken Mittelfeld- und Defensivleistung der Gäste in die richtige Richtung.
Dass Pratl nach dem Schlusspfiff zufrieden war, hing nicht nur mit dem Ergebnis zusammen, sondern auch mit der Entwicklung seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen. Besonders wichtig war ihm der Einsatz. „Unser unbedingter Wille war heute entscheidend. Wir wissen, dass unsere Stärken in der Defensive liegen, und das hat am besten funktioniert“, sagte er. Dazu kam für ihn, dass sich die personelle Lage langsam entspannt. „Ich freue mich für meine Mannschaft, dass wir gewonnen haben. Die Jungs haben sich das verdient. Sie trainieren Woche für Woche sehr gut. Wir haben sehr viele verletzte Spieler gehabt. Wir sind einigermaßen wieder komplett, und man sieht, dass das ausschlaggebend ist.“ Der 2:0-Erfolg in Dörfl war für Nikitsch damit nicht nur ein Auswärtssieg beim Spitzenreiter, sondern auch ein Hinweis darauf, dass die Mannschaft mit mehr personellen Möglichkeiten wieder stabiler auftritt.