In der burgenländischen 1. Klasse Nord blickt Thomas Haider, Trainer des SC Apetlon, auf eine durchwachsene Herbstrunde zurück, die trotz Verletzungspech und personeller Umbrüche auch viele ermutigende Ansätze zeigte. In der Tabelle reiht sich Apetlon derzeit mit 11 Punkten aus zwölf Spielen auf Rang 11 ein. Im Gespräch mit Ligaportal spricht Haider offen über die schwierige Anfangsphase, die Suche nach mehr personeller Stabilität und den Optimismus, der die Mannschaft nun in die Winterpause begleitet. Vor allem die Stimmung im Klub sieht er als starke Basis für eine bessere Frühjahrssaison: „Angesichts der Transfers und der guten Stimmung innerhalb des Vereins und der Mannschaft bin ich zuversichtlich für die Vorbereitung.“

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Die Hinrunde verlief für Apetlon alles andere als reibungslos. „Wir hatten eine schwierige Anfangsphase. Danach kamen einige Verletzte dazu“, schildert Haider. Trotz der personellen Probleme war eine klare Entwicklung erkennbar: „Die Jungs haben das ordentlich gemacht und wir konnten auch einige Punkte sammeln. Natürlich waren die Ergebnisse nicht immer zufriedenstellend, aber man konnte eine Weiterentwicklung erkennen.“ Besonders schmerzlich ist der langfristige Ausfall von Valentin Koppi, der laut Haider als einziger Akteur voraussichtlich noch länger fehlen wird. „Abgesehen vom Langzeitausfall von Valentin Koppi sind alle anderen Spieler hoffentlich beim Saison- oder beim Vorbereitungsstart am 19. Jänner dabei“, erklärt der Trainer mit Blick auf den anstehenden Trainingsauftakt.
Auch auf personeller Ebene gab es in Apetlon einige Umbrüche. „Wir haben uns von drei Spielern getrennt, aber diese Positionen wieder nachbesetzt“, berichtet Haider. Offen ist hingegen noch die Nachfolge im Trainerteam: „Unser Tormanntrainer hat uns leider verlassen. Da sind wir auf der Suche und hoffen, dass wir bis zum Start der Vorbereitung einen neuen finden können.“ Der Coach betont, wie wichtig in dieser Phase Stabilität und Zusammenhalt sind. Besonders positiv hebt er Tomas Bagi hervor, der sich in herausfordernden Wochen als Schlüsselfigur erwiesen habe: „Mit Tomas Bagi haben wir einen Spieler, der immer das Beste aus seinen Mitspielern herausholen will und der für unsere Farben mit vollem Einsatz kämpft. Leider mußten wir im Finish 3 Spiele auf ihn verzichten. Aber auch neben dem Spielfeld ist er sehr wichtig für unsere Jungs“
In der sportlichen Analyse nennt Haider einen Ligakonkurrenten, der ihn besonders beeindruckt hat: „Mönchhof hat mit vielen Eigenbauspielern gespielt, die sehr kampfstark und läuferisch überzeugt haben.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht das: Mönchhof führt die 1. Klasse Nord mit 33 Punkten an. Für Apetlon, derzeit im unteren Drittel, ist die Zielrichtung klar. Haider sieht dennoch viel Potenzial in der eigenen Truppe: „Wir haben viele Eigenbauspieler, die es nun gilt, in die Mannschaft zu integrieren. Ich sehe großes Potenzial und hoffe natürlich, dass alle verletzungsfrei bleiben und wir im Frühjahr eine bessere Seite von uns zeigen können.“ Der Trainer blickt optimistisch auf die kommenden Wochen – getragen von einem klaren Ziel: die Rückrunde nutzen, um Stabilität zu finden und sich Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller zu arbeiten.