In der burgenländischen 1. Klasse Nord geht Dominik Gindl mit dem UFC Pamhagen zuversichtlich in die Rückrunde. Nach dem Abstieg und einer soliden Hinserie mit 15 Punkten auf Rang acht betont der Trainer die Fortschritte im Kaderaufbau, die gezielte Integration eigener Talente und den gelungenen Mix aus Erfahrung und neuen Impulsen. Ziel ist es, rasch Abstand zu den Abstiegsrängen zu schaffen und sich im gesicherten Mittelfeld zu etablieren – ohne den konsequenten Jugendweg aus den Augen zu verlieren.

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Die Vorbereitung war intensiv, auch wenn das Team verletzungsbedingt zeitweise nicht komplett trainieren konnte. Gindl bleibt dennoch optimistisch: „Die Spieler, die im Training sind, geben Vollgas und zeigen, dass sie für die Rückrunde etwas Großes vorhaben.“ Besonders erfreulich ist die Rückkehr von Peter Barinec, der nach seiner Verletzung aus der zweiten Runde wieder zur Verfügung steht. Zudem arbeitet ein weiterer Spieler nach einer längeren Pause infolge eines Kreuzbandrisses behutsam am Comeback – zwei zusätzliche Optionen, die Pamhagen breiter und variabler machen können.
Im Winter wurde der Kader punktuell verstärkt – unter anderem mit einem Neuzugang mit Österreich-Erfahrung sowie einem jungen Innenverteidiger mit Ausbildung bei Slovan Bratislava. Verlassen hat den Verein Dejan Sukala, den Gindl fair würdigt: „Charakterlich ein Topkerl – die Entscheidung wurde gemeinsam getroffen, um neue Impulse zu setzen.“ Im Betreuerstab setzt Pamhagen auf Kontinuität. Diese Stabilität soll helfen, Abläufe zu festigen und die Förderung der jungen Kräfte weiter voranzutreiben.
Statt Einzelspieler herauszuheben, stellt Gindl das Kollektiv in den Mittelpunkt. „In Pamhagen werden selten einzelne Spieler herausgehoben. Die Mannschaft hat auch über den Winter viel gemeinsam unternommen und sich so auf die Rückrunde vorbereitet.“ Dass die Liga eng beisammen liegt, ist ihm bewusst. Eindruck hinterließ in der Hinrunde der USC Wallern: „Mich hat überrascht, dass sie nicht auf Platz eins stehen.“ Der respektvolle Blick auf starke Gegner zeigt: Pamhagen geht die Aufgabe realistisch, aber mit klarer Ambition an.
Die Richtung ist klar: „Wir wollen von Anfang an Vollgas geben und uns so schnell wie möglich vom Abstiegskampf lösen“, sagt Gindl. Neben Punkten und Tabellenplatz bleibt der strukturelle Aufbau zentral. Nachwuchskräfte sollen systematisch an die Kampfmannschaft herangeführt werden – sportlich sinnvoll und identitätsstiftend. Nach einer ordentlichen Hinserie mit Luft nach oben setzt Pamhagen auf Stabilität, klare Abläufe und Tempo in Umschaltmomenten. Der Rückrundenstart ist damit beides: Bewährungsprobe und Signal, dass die Mischung aus Eigenbau, Routine und Winter-Impulsen trägt, um in der 1. Klasse Nord nachhaltig Fuß zu fassen.