In der 1. Klasse Nord endet für Robert Rainalter die Amtszeit als Trainer des SC Frauenkirchen. Nach einer Herbstsaison mit Höhen und Tiefen zieht er Bilanz und spricht offen über seinen Abschied. Während Frauenkirchen aktuell mit 17 Punkten auf Rang sieben liegt, blickt Rainalter mit Zufriedenheit und Selbstreflexion auf die vergangenen Monate zurück. Das Interview verdeutlicht den respektvollen Umgang zwischen Trainer und Verein und zeigt, wie professionell ein solcher Wechsel im Amateurfußball ablaufen kann – ohne Groll, dafür mit gegenseitiger Wertschätzung.

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„Ich möchte mich ganz herzlich bei meiner Mannschaft bedanken“, sagt Rainalter und betont, dass die Zusammenarbeit über die gesamte Herbstmeisterschaft hinweg angenehm und produktiv gewesen sei. Dass es nun zur Trennung kam, liegt laut ihm nicht an Konflikten, sondern an unterschiedlichen sportlichen Auffassungen. „Der Verein und ich haben uns in Gutem getrennt. Wir hatten sportlich unterschiedliche Auffassungen und sind als Freunde auseinandergegangen.“ Diese Worte klingen nach einem Ende mit Stil – bemerkenswert in einem Fußballumfeld, das auch in den unteren Ligen zunehmend von Druck und Erwartungen geprägt ist.
Rückblickend beschreibt Rainalter die Saisonhälfte als eine Zeit mit wechselhaften Leistungen. „Die Herbstsaison hatte Höhen und Tiefen“, fasst er den Verlauf kurz zusammen. Verletzungen und Ausfälle erschwerten den Weg, aber die Geschlossenheit des Teams beeindruckte ihn nachhaltig: „Die Mannschaft trat als Kollektiv sehr stark auf.“ Trotz der Herausforderungen habe es keine Alleingänge gegeben, keinen Spieler, den er hervorheben wollte – was den Zusammenhalt verdeutlicht. Frauenkirchen beendete die Hinrunde stabil im dicht gedrängten Tabellenmittelfeld, was in Anbetracht der Umstände als zufriedenstellend gilt.
Seine Rolle als Trainer endet, aber Rainalter blickt nicht zurück, sondern nach vorn. „Ich bin jetzt wieder auf Vereinssuche und würde mich über eine neue Aufgabe freuen“, erklärt er offen. Wer die Mannschaft im Frühjahr übernimmt, ist ebenfalls skizziert: Der bisherige Co-Trainer tritt voraussichtlich an die Seitenlinie.
Mit positiver Energie verabschiedet sich Rainalter vom SC Frauenkirchen. Die Mannschaft, die im Herbst 17 Punkte sammelte, steht vor entscheidenden Monaten, um sich im oberen Tabellenmittelfeld zu behaupten oder den Sprung nach vorne zu schaffen. Der Einfluss des früheren Trainers wird auch weiterhin spürbar bleiben – in der Disziplin, im Teamgeist und im respektvollen Umgang, den er in seiner Amtszeit prägte. Für den regionalen Fußball ist das ein Zeichen, dass Erfolg nicht nur in Punkten gemessen wird, sondern auch in der Art und Weise, wie man sich trennt und neu beginnt.