Im Nachbarschaftsduell der 1. Klasse Nord zwischen dem SC Frauenkirchen und Mönchhof blickt Co-Trainer Christian Bognar auf eine intensive Partie zurück, die trotz des 1:1 einen zwiespältigen, insgesamt aber positiven Eindruck hinterließ. Sein erstes Fazit: "Aus unserer Sicht unglücklich." Er begründet das mit mehreren klaren Möglichkeiten auf das 2:0 nach der Führung und dem späten Ausgleich des Gegners. Gleichzeitig hob er die starke Umsetzung des Matchplans hervor, den seine Elf auch nach der Pause unverändert verfolgte. Den Ballbesitz empfand er als ausgeglichen, das Derby als technisch sauber und körperbetont – intensiv, aber ohne größere Aufreger. Mit Blick auf das kommende Duell gegen Podersdorf überwiegt Zuversicht, getragen von seiner klaren Erwartung an die Mannschaft.

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Frauenkirchen setzte kurz vor der Pause das erste Ausrufezeichen und ging mit 1:0 in Führung, als ein Eckball unglücklich von Stefan Lentsch ins eigene Tor abgefälscht wurde (43.). "Der Führungstreffer für uns ist nach einem Standard gefallen, nach einem Corner." Direkt nach Wiederbeginn bot sich die große Chance zur Vorentscheidung: "Bei 1:0 hatten wir dreimal die Möglichkeit auf das 2:0 – jeweils in sehr aussichtsreicher Position, aber wir haben es nicht gemacht." Das Auslassen der Möglichkeiten rächte sich in der Schlussphase: Daniel Lentsch glich für Mönchhof zum 1:1 aus (80.). Mönchhof beendete die Partie nach einer Roten Karte gegen Niklas Fleischhacker (90.) in Unterzahl, am Remis änderte das jedoch nichts.
Im Rückblick ordnete Bognar die Kräfteverhältnisse im Zentrum und in den Ballbesitzphasen als balanciert ein: "Ballbesitz war eigentlich ausgeglichen." Zur Charakteristik des Spiels sagte er: "Es war technisch sehr gut und auch körperbetont. Es war ein richtiges Nachbarschaftsderby." Auf Fragen nach strittigen Szenen blieb seine Antwort knapp: "Eigentlich nicht." Auch die Spielleitung bewertete er positiv: "Der Schiedsrichter war gut." Der Tenor: ein intensives, eng geführtes Derby, in dem Kleinigkeiten den Unterschied zwischen Sieg und Punkteteilung ausmachten.
In der Kabine verzichtete Frauenkirchen auf Korrekturen: "Wir haben den Plan weiterverfolgt, weil er sehr gut war." Trotz des späten Ausgleichs überwog bei Bognar die Anerkennung für seine Elf – zusammengefasst in seinem Schlusswort, das den Abend prägt: "Ich bin auf die Mannschaft, auf die Leistung, trotz des späten Ausgleichs, sehr stolz." Entsprechend offensiv formuliert er den Blick nach vorne: "Wenn meine Mannschaft die Leistung von heute wieder zu 100 Prozent rüberbringt, werden wir gegen Podersdorf drei Punkte machen." Dieses Selbstverständnis soll die Stimmung nach dem Derby tragen und dem nächsten Spiel die Richtung geben.